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Kölsche Drachen und türkische Höhner

Kölner Lichter gehen auf pyrotechnische Weltreise

Am 14. Juli gehen die Kölner Lichter in ihre zwölfte Runde. Unter dem Motto „Freundschaften“ laden sie in diesem Jahr zu einer pyrotechnischen Reise durch die Partnerstädte Kölns ein: Von Peking über Thessaloniki bis nach Rio de Janeiro. Begleitet wird das bislang größte Feuerwerk von Klassikern der Höhner – und das in gleich fünf Sprachen.

Von Cora Finner 

"Die Zwölf ist ein volles Dutzend, das ist auch ein Grund zum Feiern", erklärte Norbert Schmitz, Vorsitzender der Köln-Düsseldorfer und Schirmherr der diesjährigen Kölner Lichter. Und da in Köln traditionell keiner alleine feiert, steht das Feuerwerk in diesem Jahr unter dem Motto „Freundschaften“. Gefeiert wird die Städtepartnerschaft mit Peking, aber auch mit Istanbul, Thessaloniki, Liverpool und natürlich die frische Verbindung mit Rio de Janeiro. „Die Kölner Lichter gehen sozusagen auf pyrotechnische Weltreise“, erklärte Chef-Pyrotechniker Georg Alef. 

Los geht die Reise – passend zum China-Jahr – in Peking. „Die ersten sieben Minuten werden komplett chinesisch“, sagte Alef. Zur Eröffnung werde ab 23.30 Uhr an der Hohenzollernbrücke ein chinesischer Drache neben der Kölner Variante Feuer speien. Das Kölner Tier sei „etwas wuchtiger“ und natürlich in Rot und Weiß gehalten, verriet der 50-Jährige. Weiter geht es mit einigen besonderen Highlights der chinesischen Feuerwerkskunst. Die bis zu 20 Jahre alten Großbomben haben so romantische Namen wie „Rising Sun“, „Golden Orchidee“ oder „Hibiskus over Grassland“ und sollen die Besucher vor allen durch ihre Formen und Farbenvielfalt begeistern. Besonders freute sich Alef jedoch auf die „White ghost shell“. Das Geschoss, das sich am Himmel zu einer Art geschlossenem Planetensystem ausbreitet, sei „auch für erfahrene Feuerwerker ein echter Hingucker“. 

Von Peking geht die Reise weiter nach Thessaloniki und Turin. Halt machen die Kölner Lichter aber auch in den Partnerstädten Tunis, Barcelona, Liverpool, Istanbul und Cork. Zum Schluss wird es dann nochmal richtig temperamentvoll, wenn es über Samba-Rhythmen in Rio de Janeiro zurück nach Köln geht. Insgesamt 29 Minuten dauert das gesamte Spektakel. Das ist zwar eine Minute kürzer als im vergangenen Jahr, aber länger als in allen anderen Jahren zuvor. „Von der Menge her ist es sogar das größte Feuerwerk, das wir je hatten“, verkündete der Chef-Pyrotechniker nicht ohne Stolz. Insgesamt werden von zwei 120 Meter langen Schiffen rund sechs Tonnen Pyrotechnik in den Kölner Nachthimmel abgefeuert. „Das sind mehr als 20.000 Schuss“, so Alef. Dazu kämen 500.000 Wunderkerzen, die kostenlos an die Besucher verteilt werden. 

Erstmals mit CD und Kölsch 

Musikalisch begleitet wird das Feuerwerk von den Höhnern. Die „Hausband“, wie sie sich selber nennen, hat eigens für die Kölner Lichter ein Mix aus traditionellen Rhythmen der Partnerstädte und kölschen Interpretationen zusammengestellt. Dabei werden die Höhner ihre Hits nicht nur auf Kölsch, sondern erstmals auch in vier weiteren Sprachen zum Besten geben. So dürfen sich die Besucher beispielsweise auf die türkische Version von „Echte Fründe“ oder „Viva Colonia“ auf Spanisch freuen. „Wir haben lange geübt, aber jetzt klingt es richtig gut“, findet Sänger Henning Krautmacher. Wer das auch so sieht, kann sich den Soundtrack im Anschluss an das Feuerwerk sogar mit nach Hause nehmen. „Wir haben eigens für die Kölner Lichter 5.500 CDs produziert, die die Besucher an dem Abend kaufen können“, so Krautmacher. Der Preis liegt bei zehn Euro pro Stück. 

Und noch eine Neuerung gibt es in diesem Jahr: Mit „Früh“ ist erstmals auch eine Kölsch-Brauerei bei den Kölner Lichtern vertreten. „Rechts und links des Rheinufers werden insgesamt 50 ‚Früh‘-Bierwagen stehen“, sagte Veranstalter Werner Nolden, der gleich noch einen positiven Nebeneffekt anmerkte: „Jetzt gibt es für die Zuschauer auch endlich keinen Grund mehr, eigene Flaschen mitzubringen.“ Denn diese sind auf dem abgesperrten Gelände vor dem Tanzbrunnen auch in diesem Jahr wieder verboten. 

Kölner Lichter mit rasanter Entwicklung 

Auch bei der zwölften Ausgabe des Feuerwerks erwarten die Veranstalter wieder mehrere Hunderttausend Besucher. Bereits ab 16 Uhr startet das Programm auf der Open Air Bühne im Tanzbrunnen mit dem Jazzorchester „Muckefuck“. Zu den Highlights im Vorprogramm zählt das kostenlose Konzert der Höhner ab 20.15 Uhr, die sich unter anderem Kasalla, Cat Ballou und Wilmas Pänz zur Unterstützung mitbringen. Auch das traditionelle Städte-Achter-Rennen darf in diesem Jahr natürlich nicht fehlen, bevor gegen 22.25 Uhr der Konvoi, bestehend aus 50 festlich beleuchteten Schiffen, die Innenstadt erreicht. „Das ist der totale Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir im Jahr 2001 mit gerade einmal 12 Schiffen begonnen haben“, staunte Schmitz über die rasante Entwicklung der Veranstaltung. „Und die ist noch längst nicht am Ende“, ist sich der Schirmherr sicher. Doch jetzt freut er sich erstmal auf ein großes Spektakel mit leckerem Kölsch".

Weitere Informationen zu den Kölner Lichtern 2012 gibt es im Internet unter www.koelner-lichter.de 

(Erstellt am 5. Juli 2012 - 15:07 Uhr; aktualisiert 5. Juli 2012 - 16:13 Uhr)


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Kommentare

Da muss ich mich meinen

Da muss ich mich meinen Vorrednern anschließen! Die Geflügelband kann man doch jetzt wirklich mal austauschen!!
So dolle ist dass nun auch nicht was die bringen, eher im Gegenteil und langweilig ist es obendrein!!!

Jetzt regt euch mal nicht so

Jetzt regt euch mal nicht so über die Höhner auf! Egal, ihr braucht ja eh nur irgendwas zum Aufregen! In ein paar Jahren tritt die neue Band "Horse-T and the Antipandas" auf, dann werdet ihr euch freuen! ach Leute es geht um Feuerwerk gucken, und das ist toll! Egal ob Höhner oder Pandas oder sonstwas! Feuerwerk ist toll!

Die Höhner gehören in den

Die Höhner gehören in den Suppentopf. Deckel drauf und gut is.

Schon wieder diese

Schon wieder diese unerträglich penetranten Höhner :-(((
Gehts eigentlich irgendwann auch mal ohne deren immer gleiches Gedudel???

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