Beamte recherchieren auch im Internet
Kölner Ermittlungsgruppe «Loveparade» ist komplett
Köln/Duisburg (ddp-nrw). Die 63 Mitglieder starke Ermittlungsgruppe «Loveparade» ist komplett. Alle Beamten aus anderen Behörden sind seit Donnerstag in Köln mit der Aufklärung der Ursachen für das Unglück mit 21 Toten beschäftigt, wie die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Köln am Freitag bekannt gaben.
Seit Dienstag würden aus ganz Deutschland eingehende Hinweise von Zeugen ausgewertet. Über die genaue Zahl der Hinweise konnten die Ermittler noch keine Angaben machen.
Spezialisten des Landeskriminalamtes NRW und einer Fachfirma hatten den Angaben zufolge am Donnerstagvormittag Tunnel und Rampe am Festgelände mit modernster Fototechnik detailliert vermessen. Zur Rekonstruktion der Ereignisse greifen die Ermittler auch auf Beiträge im Internet zurück. Kriminalbeamte mit Erfahrung in der Internetrecherche fahnden in den einschlägigen Portalen nach Filmsequenzen und Blog-Einträgen, wie es hieß.
Die Kölner Polizisten, die bei der Loveparade eingesetzt waren, werden den Angaben zufolge aus Gründen der Neutralität grundsätzlich durch einen Staatsanwalt unter Beteiligung von Beamten auswärtiger Polizeibehörden vernommen. (Foto: ddp)
(Erstellt am 30. Juli 2010 - 19:53 Uhr; aktualisiert 30. Juli 2010 - 20:05 Uhr)
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