Obduktionsergebnis
Kölner Elefantenkuh an posttraumatischem Schock gestorben
Elefantenkuh "Chumpol" ist nicht im Badebecken des Elefantengeheges ertrunken, sondern verstarb an den posttraumatischen Folgen eines ausgekugelten Hüftgelenks und großflächiger Muskelschäden. Dieses Obduktionsergebnis legte der Kölner Zoo am Donnerstag vor.
Da die Tiermediziner kein Wasser in der Lunge des Dickhäuters fanden, schlossen sie Ertrinken als Todesursache aus. Allerdings seien große Teile der Muskulatur des Elefanten zerrissen und blutig gewesen, zudem hätten die Veterinäre bei der Obduktion ein ausgekugeltes Hüftgelenk entdeckt.
Knöcherne Verrenkungen bei Großtieren seien bei Elefanten unheilbar, teilte der Zoo mit. Auf Grund der Masse der Tiere könne man keine Röntgenaufnahmen durchführen und von außen seien innere Verletzungen wie diese nicht erkennbar.
Zudem wurde bei der Untersuchung des Leichnams festgestellt, dass Chumpol deutlich älter gewesen sein muss als aus dem Ursprungsland Thailand mitgeteilt. Aufgrund der fast nicht mehr vorhandenen Backenzähne muss ein Alter von rund 55 Jahren geschätzt werden. Die Lebenserwartung von Elefanten liegt durchschnittlich bei 50 bis 60 Jahren.
Wie koeln.de berichtete, hatten Pfleger das Tier am Mittwochmorgen mit schweren äußerlichen Verletzungen aufgefunden. Die Wunden hatte sie sich offenbar bei schweren Auseinandersetzungen mit anderen Tieren der Elefantenherde zugezogen. Trotz einer eingeleiteten Notfallbehandlung verendete Chumpol im Laufe des Tages in einem Wasserbecken des Elefantengeheges. (dapd-nrw/vn)
(Erstellt am 4. Mai 2012 - 8:51 Uhr; aktualisiert 4. Mai 2012 - 9:48 Uhr)
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