Zu spät behandelt
Kleinkind an Meningitis gestorben
Köln (ddp-nrw). In Köln ist ein Kleinkind an einer Meningokokken-Infektion gestorben. Das Mädchen hatte zunächst keine Symptome für eine Hirnhautentzündung und war vom Kinderkrankenhaus wieder nach Hause geschickt worden.
Wie das Gesundheitsamt am Montag mitteilte, hatte das Mädchen in der vergangenen Woche rasch steigendes Fieber bekommen. Daraufhin brachten die Eltern ihre Tochter in das städtische Kinderkrankenhaus. Dort stellte der Arzt aber keine der für Meningitis typischen Hautblutungen fest.
Er entließ das Kind mit der Maßgabe, dass die Eltern laufend Fieber messen und auf kleinste Hautblutungen achten sollten. Einige Stunden später entdeckte der Vater auf der Haut seiner Tochter tatsächlich kleine rötliche Pünktchen. Die Eltern fuhren daraufhin in ein anderes Krankenhaus. Dort rieten ihnen die Mitarbeiter der Ambulanz, mit ihrem Kind sofort in das Kinderkrankenhaus zu fahren, was die Eltern aber erst nach längerer Zeit befolgten.
Mehr als zwei Stunden, nachdem der Vater die rötlichen Punkte auf der Haut seiner Tochter entdeckt hatte, wurde das Kind wieder in das Kinderkrankenhaus gebracht. Hier starb es rund eine Stunde nach seiner Einlieferung. Eine Laboruntersuchung bestätigte nachträglich, dass eine Meningokokken-Infektion vorgelegen hatte. Es handelt sich um den siebten Fall einer Meningokokken-Infektion in Köln in diesem Jahr, die zweite mit tödlichem Ausgang.
(24. November 2009 - 10:06)
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