Bezirksregierung warnt
Karnevalsartikel können Kinder verletzen
Die Bezirksregierung Köln warnt kurz vor dem Sessionsauftakt vor Verletzungsrisiken bei Spielzeugen und Kostümen. So zum Beispiel bergen lange Schnüre Strangulationsgefahr, Pistolen können Knallschäden verursachen.
Zu Beginn der Karnevalssession warnt die Bezirksregierung Köln vor Verletzungsrisiken bei Spielzeugen und Kostümen. Insbesondere lange Schnüre im Halsbereich von Kinderkarnevalskostümen könnten beim Spielen zur Strangulation führen, erklärte am Montag ein Sprecher der Bezirksregierung in Köln.
Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass bei neu gekauften Kinderkostümen keine Schnüre vorhanden seien. Bei alten Kostümen sollten die Schnüre einfach abgeschnitten werden.
Bei ersten Kontrollen von Karnevalskostümen im Oktober sei festgestellt worden, dass es erschreckend viele Kinderkostüme mit langen Schnüren und Kordeln im Halsbereich auf dem Markt gebe. Ebenso sollten Eltern auf das Material der Kostüme achten, empfahl der Sprecher: «Baumwolle ist nun einmal nicht so leicht entflammbar wie viele Fasern aus Kunststoff.»
Eine weitere Gefahr drohe den jungen Jecken, wenn Spielzeugpistolen zu nahe am Ohr abgefeuert würden. Der Grenzwert liegt nach der europäischen Norm für Spielzeug (EN 71) bei 125 Dezibel. Dies entspricht ungefähr dem Pegel eines Presslufthammers. Der Wert ist den Angaben zufolge deswegen zulässig, weil die Spielzeugpistolen nicht als «ohrnahes Spielzeug» gelten. Vor dem Kauf sollte daher beim Händler erst die Lautstärke der Spielzeugpistolen ausprobiert werden, um die Kinder vor Hörschäden zu schützen.
Bei allen anderen Karnevalsaccessoires für Kinder wie Sheriffstern oder der Prinzessinnenkrone solle man darauf zudem achten, dass keine scharfen Kanten und Spitzen vorhanden seien. Die Bezirksregierung Köln wird nach eigenen Angaben bis Aschermittwoch noch weitere Kontrollen von Karnevalsartikeln durchführen. (ddp)
(Erstellt am 10. November 2009 - 7:53 Uhr; aktualisiert 10. November 2009 - 8:20 Uhr)
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