Trägerschaft zahlt nicht
Jüdischem Museum droht Planungsstop
Die Realisierung des geplanten Jüdischen Museums auf dem Rathausplatzsteht offensichtlich auf der Kippe: Die Gesellschaft zur Förderung desProjektes hat bis heute keine Regelung zur Übernahme der Planungskostenunterschrieben. Nun steht, neben einer vollständige Finanzierung durch dieStadt auch der Planungsstopp zur Debatte.
Bis zum 2. Juni 2009 hatte die Stadt Köln vom Träger, der Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur, eine Vertragsunterzeichnung für die Übernahme der Planungskosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro verlangt. Diese Frist ist mittlerweile abgelaufen, eine Unterzeichnung gab es bisher jedoch nicht.
Auch die von Leiter Benedikt Graf von Hoensbroech geplante Stiftung wurde bisher nicht gegründet. "Offenbar fehlt es der Trägerschaft nun an Geld, was das Projekt enorm gefährdet", so Oberbürgermeister Fritz Schramma am Dienstag auf einer Pressekonferenz.
Stadt Köln unter Zeitdruck
Nun sitzt die Stadt Köln auf heißen Kohlen: Da das Museumsprojekt im Rahmen der Regionale 2010 beschlossen und aus den Fördermitteln dieser unterstützt wird, besteht die Verpflichtung, den Bau des Jüdischen Museums spätestens im letzten Quartal 2010 beginnen zu lassen. "Wenn wir dies nicht tun, gehen uns Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro verloren", so Schramma weiter.
Um das Problem so schnell wie möglich zu lösen, stehen dem Rat, der am 30. Juni über das weitere Vorgehen beraten wird, drei Möglichkeiten zur Verfügung: Die Integrierung des geplanten Jüdischen Museums in die Archäologische Zone, die vollständige Finanzierung des Projektes durch die Stadt Köln oder der Abbruch der Planungen.
Da die Übernahme der Kosten für die Stadt eine finanzielle Belastung in zweistelliger Millionenhöhe bedeuten würde, wird derzeit über eine mögliche Reduktion der Kosten bei Bau und Ausstattung des Museums nachgedacht. Möglich wäre es zum Beispiel, die im Modell vorgesehene Freitreppe wegzulassen und auf überflüssige Konferenzräume zu verzichten, erklärt Kulturdezernent Professor Dr. Georg Quander.
Doch auch wenn die Zukunft des Museums noch in den Sternen steht, blickt Oberbürgermeister Schramma optimistisch in die Zukunft: "Die Archäologische Zone ist und bleibt einfach ein Highlight unter den Regionale-Projekten. Wir wollen weitermachen und eine Lösung finden". (js)
(Erstellt am 9. Juni 2009 - 17:59 Uhr; aktualisiert 10. Juni 2009 - 7:34 Uhr)
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Kommentare
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da die stadt eh kein geld,
da die stadt eh kein geld, bzw. es wichtigere sachen gibt die durch finanzmittel gedeckt werden sollten, bleibe ich bei meiner meinung: köln braucht kein jüdisches museum, es genügt doch wenn die ausgrabungen für jeden sichtbar bleiben ohne das da wieder ein betonklotz -sowie die gesamten planungen zeigten- die stadtansicht beeinträchtigt.
es geht ja nicht nur um die finanzierung des neubaus, das ganze will ja auch unterhalten und gepflegt werden. die gelder kommen allein durch eintrittsgelder bestimmt nicht rein. nicht umsonst klagen andere museen schon über besucher rückgänge.
"das ganze will ja auch
"das ganze will ja auch unterhalten und gepflegt werden. die gelder kommen allein durch eintrittsgelder bestimmt nicht rein"
Und genau den Teil soll ja die Stiftung übernehmen.
Lieber Gast, bei den 2
Lieber Gast,
bei den 2 Millionen Euro handelt es sich lediglich um den Förderungsbetrag durch die Regionale 2010. Die tatsächlichen Baukosten sind eindeutig höher angesiedelt.
Hierzu haben sich 67% der
Hierzu haben sich 67% der Kölner (Umfrage im spanischem Bau, dort wurden die Projekte vorgestellt)
gegen ein solches Bauvorhaben ausgesprochen.
Eine Dreistigkeit diese Umfrage unter den Tisch zu kehren!
Freunde denkt an eure Glaubwürdigkeit!!!
Hatte der Herr von und zu nicht über 20 Millionen bei Antragstellung... so waren nach der Genehmigung dann auf einmal nur noch 2 Millionen da!???^^









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