Investor abgesprungen
"Herr der Ringe"-Musical kommt nicht nach Köln
Enttäuschung für alle Fans von "Herr der Ringe": Das gleichnamige Musical, das ab Herbst für drei Jahre in Köln laufen sollte, wurde von Produzent Kevin Wallace überraschend abgesagt.
Im März 2008 waren Kevin Wallace und Kölns Wirtschaftsdezernent Norbert Walter-Borjans noch davon ausgegangen, die Musicalfassung von J.R.R Tolkiens Bestseller gemeinsam an den Rhein holen zu können. Vorausgegangen waren intensive Gespräche über die Finanzierung eines Gastspiel. Spätestens ab Ende 2009 sollte das Musical für drei Jahre in Köln aufgeführt werden.
Jetzt kam das überraschende Aus für das Vorhaben. Der Berliner Fonds ART.EMIS Invest GmbH, der die Finanzierung des Musicals übernehmen wollte, erklärt, nicht weiter für die Verwirklichung zur Verfügung zu stehen. "In der Phase, in der wir uns zurzeit weltweit wirtschaftlich befinden, ist die Gefahr, dass riskante Projekte als erste von der Tischkante fallen, besonders groß", erklärt Walter-Borjans. Bei keinem der Beteiligten habe es Anzeichen dafür gegeben, dass das Projekt noch platzen könnte.
Doch Absagen sind beim "Herr der Ringe"-Musical nichts Neues. Im Juli 2008 musste die Show in London schon nach 13 Monaten kurzfristig beendet werden. Grund dafür war damals Geldmangel für das 17 Millionen Euro teure Projekt.
Dennoch gibt es Hoffnung für die Kölner Musical-Liebhaber. In Kalk wird das Musical-Haus weiterhin wie geplant gebaut. In der Zwischenzeit versucht Produzent Kevin Wallace, einen neuen Finanzier für "Herr der Ringe" zu finden. Amdernfalls will Wallace nach einem anderen Musical-Project für Köln suchen.
(Erstellt am 4. Februar 2009 - 11:27 Uhr; aktualisiert 4. Februar 2009 - 15:17 Uhr)
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