Keine Gesundheitsgefahr

Weiterhin Geruchsbelästigung durch Mülllagerbrand

Nach dem Brand des Mülllagers müssen Anwohner weiterhin mit Geruchsbelästigungen rechnen. Betroffen sind nun auch die Stadtteile nördlich von Niehl, wie die Stadt verlauten ließ. Die Einsatzkräfte sind noch immer mit den Abrissarbeiten des zerstörten Gebäudes beschäftigt.

Obwohl der Brand in der Zwischenzeit gelöscht werden konnte und auch die Abtragung der Müllberge weit vorangeschritten ist, wird den Bewohnern der umliegenden Stadtgebiete dringend geraten, Türen und Fenster nach wie vor geschlossen zu halten. Stadt und Feuerwehr betonen allerdings, dass Messungen zur Folge noch immer keine Gesundheitsgefahr bestehe. Für Rückfragen hat die Stadt Köln ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter der Rufnummer 0700-0221-1111 erreichbar ist.

Das Feuer war am Mittwochabend vermutlich an einem Müllschredder ausgebrochen und hatte sich innerhalb kürzester Zeit in der Lagerhalle ausgebreitet. Bei den rund 1.000 Tonnen Müll handele es sich um Sperrmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle. Der entstandene Schaden beläuft nach Polizeiangaben auf über eine Million Euro. Verletzt wurde zunächst niemand. Die Arbeiter der Entsorgungsfirma konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Video: Rauchsäule über Köln - Großbrand in Niehl

Die endgültige Ursache steht nach Polizeiangaben noch immer nicht fest. Die Brandermittler hätten wegen des Feuers die Halle noch nicht betreten können, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben eines Sprechers der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft könnte eine brennbare Flüssigkeit, die eventuell illegal als Gewerbemüll angeliefert worden war, den Brand ausgelöst. Während des Schredderns habe es plötzlich eine Verpuffung gegeben. Das Feuer habe sich daraufhin rasant ausgebreitet, erklärte der Sprecher weiter.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten wegen akuter Einsturzgefahr, riss ein angeforderter Spezialbagger in der Nacht zu Donnerstag die Wände und das Dach der Halle ein, damit die Einsatzkräfte von außen das Feuer löschen können. Ein Übergreifen der Flammen auf die andere Gebäudehälfte und die zweite auf dem Gelände befindliche Halle konnte die Feuerwehr verhindern.

11.000 Liter Wasser pro Minute

Etwa 220 Einsatzkräfte versuchten, den brennenden Sperr- und Gewerbemüll mit Wasser und Schaum zu löschen. Weil die Vorräte zur Neige gingen, mussten sie weiteren Löschschaum von Feuerwehren aus benachbarten Kreisen anfordern. Zeitweise wurden bis zu 11.000 Liter Wasser pro Minute eingesetzt. Eine Fachfirma wurde beauftragt, das kontaminierte Löschwasser zu entsorgen. (dapd/km)

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