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Kein klassisches Ölgemälde

Gerhard Richter gestaltet Schramma-Gemälde für Rathaus

Wie in vielen Städten ist es auch in Köln Tradition, den ehemaligen Oberbürgermeister mit einem eigenen Gemälde im Rathaus zu verewigen. Ex-OB Fritz Schramma darf sich besonders freuen: Sein Portrait wurde von Künstler Gerhard Richter gestaltet.

von Julia Schmitz

"Wohl keine Stadt in Deutschland kann sich damit rühmen, ein von einem der wichtigsten und bekanntesten modernen Künstler gestaltetes Oberbürgermeister-Portrait zu besitzen," freute sich Oberbürgermeister Jürgen Roters bei der Enthüllung des Gemäldes seines Vorgängers Fritz Schramma am Dienstag. 

Das hier kein klassischer Portraitmaler am Werk war, wird deutlich, als zwei Helfer das rund 1x1,5 Meter große Bild an die Wand neben das Ölgemälde des ehemaligen Oberbürgermeisters Harry Blum hängen: Gerhard Richter hat sich für eine schlichte, aber ausdrucksstarke Fotografie entschieden."Man kann heutzutage einfach keine Portraits mehr malen," erklärt der Künstler seine Wahl. Alle diese gemalten Politikerportraits sähen doch ziemlich gruselig aus, wenn man genauer hinschaue. 

"Wir wollten kein Smiley-Foto" 

Die nun in der Piazetta des Historischen Rathauses angebrachte Fotografie zeigt den ehemaligen Oberbürgermeister vor dem Eingang zum Hansasaal stehend, die Erschöpfung der letzten Monate - das Bild wurde am 14. Oktober 2009, also noch während seiner Amtszeit aufgenommen - ist ihm deutlich anzusehen. Man habe natürlich auch Aufnahmen gemacht, bei denen er etwas stärker lächle, erzählt Schramma, aber das sei den Umständen dieses würdevollen Amtes irgendwie nicht angemessen gewesen. "Wir wollten dann doch keines der Smiley-Fotos nehmen," lacht er. 

Dass es überhaupt zu der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Köln und dem Künstler gekommen ist, verdankt sich der guten Freundschaft zwischen Richter und dem ehemaligen Oberbürgermeister. Erst habe Richter es abgelehnt, Schramma zu portraitieren, habe sich dann aber doch überreden lassen - unter der Bedingung, zur Kamera anstatt zu Pinsel und Farbe greifen zu dürfen. 

Die Frage, ob es nicht sehr riskant sei, einen Richter in den öffentlich zugänglichen Räumen des Rathauses hängen zu haben, wehrte Oberbürgermeister Jürgen Roters ab: "Wir haben doch gutes Wachpersonal." 

(Erstellt am 16. März 2010 - 15:21 Uhr; aktualisiert 17. März 2010 - 14:19 Uhr)


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Kommentare

Jetzt hab ich von dem Typen

Jetzt hab ich von dem Typen die Nase voll! Richter, nicht Schramma!
Erst dieses peinliche Ding im Reichstag, dann die Domfenster, für die er seinen ältesten Trick lau warm aufbereitet hat und jetzt lokale Politiker portraitieren.
Richter war mal ein ganz Grosser, jetzt ist er ein ganz alter Hut. Was sie auch für den Schincken bezahlt haben, es war zuviel!
Und dann diese hirnlose Aussage das man keine Portaits mehr malen kann. Wenn er das nicht kann ist das sein Problem. Lucian Freud und Elizabeth Peyton können das noch ganz gut.

Mir in Kölle wollen wissen,

Mir in Kölle wollen wissen, wat det jekostet han?

Ich fände es ja super, wenn

Ich fände es ja super, wenn auch andere große bedeutende Bürger der Stadt ein Porträtgemälde im Rathaus bekommen würden. Dann würde da nämlich auch Horsti in Öl hängen!

Er hat es sich verdient wie

Er hat es sich verdient wie jeder andere angesehene Oberbürgermeister dieser Stadt. Er ist jedenfalls nicht durch eine Schmutzkamgagne an die Spitze gekommen. Roters hat es doch nur dem Einsturz zu verdanken und macht bis jetzt in allem eine äußerst schlechte Figur.

ich hoffe, dass damit das

ich hoffe, dass damit das Kapitel Schramma für die Stadt Köln endgültig abgeschlossen. Wer hat die Aktion eigentlich bezahlt?

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