150 Mio. Euro fehlen
Finanzprobleme zwingen WDR zum Sparen
Ab sofort geht der WDR auf Sparkurs: Rund 150 Millionen Euro werden dem Westdeutschen Rundfunk bis zum Jahr 2013 im Haushaltsplan fehlen. Vereinzelter Stellenabbau und Verzicht auf Sonderberichterstattungen sollen das Finanzloch stopfen.
Rund 1,35 Milliarden Euro Einnahmen sind im Betriebshaushaltsplan des Westdeutschen Rundfunks geplant. Doch demgegenüber stehen 1,41 Milliarden Euro Ausgaben - was ein finanzielles Loch von 56,8 Millionen Euro ergibt. Grund für das Defizit sind unter anderem rückläufige Rundfunkgebühren sowie aufwändige Fernsehproduktionen und Sonderberichterstattungen.
Intendantin Monika Piel kündigte an, den in diesem Jahr eingeleiteten Sparkurs im nächsten Jahr fortzusetzen und "sogar noch zu intesivieren". Ziel sei es, die Ausgaben mit den Einnahmen zu decken, deshalb werde alles, was nicht zu den Kernaufgaben des WDRs zähle, auf den Prüfstand gestellt.
Einsparungen in allen Bereichen
So sind für das kommende Jahr im Bereich Hörfunk, Fernsehen und Internet insgesamt Ausgaben in Höhe von 524,8 Euro eingeplant, davon 432,1 Millionen Euro für das Fernsehen und somit 6 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.
Verzichtet wird hier vor allem auf Sondermittel für die Berichterstattung der NRW-Landtagswahl, die Kulturhauptstadt RUHR.2010, die Fußball-WM und die Olympischen Winterspiele. Auch der Bereich Hörfunk muss zukünftig auf 3 Millionen Euro im Jahr verzichten. Ein Abbau von Stellen ist ebenfalls geplant: 2010 sollen 16 von 4.305 Mitarbeitern entlassen werden.
(Erstellt am 23. November 2009 - 11:05 Uhr; aktualisiert 23. November 2009 - 11:37 Uhr)
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