NetCologne ist Vorreiter
Köln wird erste deutsche Stadt mit Internet-Taxis
Wer in Köln mit dem Taxi fährt, kann bald während der Fahrt kostenlos im Netz surfen: Das Kölner Telekommunikationsunternehmen NetCologne bietet Taxifahrern die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge mit Hotspots auszustatten.
Von Fabian Radix
Am Flughafen ins Taxi steigen und während der Fahrt zum Zielort im Internet surfen - bislang ist das in Deutschland nicht möglich. Das soll sich ab sofort ändern: Das regionale Telekommunikationsunternehmen NetCologne startete am Montag einen neuen Service in der Domstadt, von dem Fahrgäste und Taxifahrer gleichermaßen profitieren sollen.
Taxifahrer können ihre Fahrzeuge zu fahrenden Internet-Hotspots aufrüsten lassen; über einen im Taxi installierten Router können Fahrgäste dann mit ihrem Smartphone oder Laptop surfen - und das kostenlos. Erkennbar sind die Internet-Taxis an einem Sticker auf der Windschutzscheibe des Fahrzeugs. Wer ein Taxi ruft, kann zukünftig angeben, dass er ein Fahrzeug mit mobilem Internet möchte.
Das Unternehmen wirbt mit Geschwindigkeiten von bis zu 2 MBit pro Sekunde im Download, der Upstream erreicht mit 1,8 MBit annähernd den gleichen Wert. Möglich macht dies die Verwendung der CDMA-Funktechnik, deren Nutzung in Deutschland bislang einmalig ist.
Taxifahrer können auch selbst surfen
Kooperationspartner von NetCologne ist die Kölner Taxiruf-Genossenschaft. Deren Vorstand Bernd Schößler sieht das "Mobile Speednet" als Service für den Fahrgast, gleichzeitig aber auch als sinnvolle Investition zur privaten Nutzung. "Ein Taxifahrer verbringt 40 Prozent seiner Arbeitszeit mit Warten", da könne ein Internetanschluss im Büro auch zum Zeitvertreib oder Austausch mit Kollegen genutzt werden.
Taxifahrer zahlen für den Anschluss 14,90 Euro im Monat, für weitere 8,31 Euro gibt es einen USB-Stick dazu, der auch am heimischen Computer als Empfänger dient und den gleichen Anschluss nutzt. Schößler rechnet damit, dass mindestens 15 Prozent der 1200 Taxifahrer in Köln ihre Fahrzeuge mit dem CDMA-Router ausstatten werden.
Das Ziel heißt: "Internethauptstadt"
Günter Nowitzki, Leiter des NetCologne-Geschäftskundenbereichs, ordnete die Bemühungen seines Unternehmens im größeren Zusammenhang ein: Das Ziel heiße "Internethauptstadt werden". Für die entsprechende Infrastruktur zu sorgen sei Aufgabe des Unternehmens. Bereits jetzt sind wichtige Punkte der Stadt mit Hotspots versorgt, die Nutzung des Stadtportals koeln.de ist bei allen NetCologne-Netzen kostenlos möglich.
(Erstellt am 14. Juni 2010 - 14:34 Uhr; aktualisiert 14. Juni 2010 - 18:30 Uhr)
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Kommentare
Ich habe in meinem Taxi in
Ich habe in meinem Taxi in Berlin schon seit 10 Monaten einen WLAN-Hotspot drin.
Das funktioniert sehr gut mit einem UMTS-Router und der kann es bis zu 7.2 MBITs. Ich würde meinen Kollegen abraten, sich 24 Monate an einen Vertrag zu binden, denn es ist wirklich so,
dass es nur wenige Menschen gibt,die dieses Angebot nutzen.
Niemand rechnet damit, dass es im Taxi diese Möglichkeit gibt. Viele haben Ihren eigenen Stick. Interessant wird es für längere Fahrten mit ausländischen Gästen wegen der hohen Roamingkosten, aber diese Klientel muss man erst mal finden….In Köln sind die Fahrstrecken kürzer als in Berlin und da werden wohl nur wenige Fahrgäste ihren Laptop aufklappen.
Für den Provider ist es natürlich eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen...;-)
Bei mir kann man auch mit seinem Iphone mit PayPal bezahlen! Damit rechnet aber auch keiner…










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