Nach tödlichem Tigerangriff

Ermittlungen gegen Zoodirektor Pagel

Köln (dapd-nrw). Nach dem tödlichen Tigerangriff auf eine Tierpflegerin im Kölner Zoo hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Vorstand des Zoos aufgenommen. Die Ermittlungen richten sich auch gegen Zoodirektor Theo Pagel, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag auf dapd-Anfrage sagte. Er bestätigte damit eine Meldung des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Online und Mittwochausgabe).

Die Ermittlungen stützen sich auf einen Bericht der Bezirksregierung Köln, der offenbar Verstöße gegen die arbeitsschutzrechtlichen Pflichten feststellt. Demnach waren die Kontrollen im Zoo möglicherweise nicht ausreichend. So musste sich in Köln kein Kollege in unmittelbarer Nähe aufhalten, wenn ein Tierpfleger den Tigerkäfig betrat. In anderen Tierparks gilt dagegen ein striktes Vier-Augen-Prinzip.

Bei dem Vorfall war Ende August eine 43-jährige Pflegerin durch einen Sibirischen Tiger getötet worden. Die erfahrene Tierpflegerin hatte bei Reinigungsarbeiten ein Sicherheitstor des Käfigs offen gelassen, so dass das Raubtier zu ihr gelangen konnte. Der Zoodirektor erschoss die Großkatze nach dem Angriff.

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Nach tödlichem Tigerangriff
Ermittlungen gegen Kölner Zoodirektor Pagel
Nach dem tödlichen Tigerangriff auf eine Tierpflegerin im Kölner Zoo hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Vorstand des Zoos aufgenommen. Die Ermittlungen richten sich auch gegen Zoodirektor Theo Pagel.
http://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/ermittlungen_gegen_koelner_zoodirektor_pagel_680191.html
http://www.koeln.de/files/koeln/tiger_225_0_0.jpg

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Während Jungtiere wenig

Während Jungtiere wenig begehrter Arten, wenn sie von ihrer Mutter nicht angenommen werden, häufig die Todesspritze erhalten, wird bei Publikumsmagneten alles daran gesetzt, das Jungtier am Leben zu erhalten. Menschliche Ersatzeltern päppeln sie liebevoll und medienwirksam auf, berichten der Öffentlichkeit über die ersten tapsigen Schritte, den ersten Zahn und schließlich die erste Nacht alleine im Käfig - eine Umgebung, in der sie den Rest ihres Lebens verbringen, denn ausgewildert werden diese Tiere sicher niemals. Und wie ihre Kinder, Enkel oder Urenkel in freier Wildbahn überleben sollen, ist ebenso unklar. Tiere passen sich ihren speziellen Habitaten an, entwickeln und vererben Traditionen, die ihnen dort das Überleben ermöglichen. In der Generationen überdauernden Gefangenschaft geht dieses Wissen verloren. Es beginnt ein Prozess der Domestikation und der Degeneration.

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