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Werkstatt-Ergebnisse vorgestellt

"Einkaufszentrum auf dem Heliosgelände ist nicht der Hit"

„Ein Einkaufszentrum auf dem Heliosgelände in Ehrenfeld ist nicht der Hit“ – hat Paul Bauwens-Adenauer erkannt. Deshalb wird der Grundstücksbesitzer auch auf die Umsetzung seines ursprünglichen Planes verzichten. Überzeugt haben ihn die Argumente der Bürger, erarbeitet in zwei „Werkstätten“, an denen er auch selber beteiligt war. Am Dienstag wurden die zusammengefassten Werkstatt-Ergebnisse vorgestellt.

Neben der Ablehnung des Einkaufszentrums ist der Bau der „Inklusiven Universitätsschule“ (IUS) der zweite wesentliche Punkt, in dem Einigkeit herrscht. Sie soll 1.100 Schülern Platz bieten bei inklusivem Unterricht, das heißt Kinder mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet. Die Universität Köln will die IUS als Ausbildungsstätte für Lehrer mitbetreiben.

Der Haken an der Sache: Die IUS benötigt mit 11.500 Quadratmetern gut die Hälfte der aktuell frei verfügbaren Fläche. Auf diesen Rest drängen sich die anderen Nutzungswünsche: Handel, Wohnen, Kultur, öffentliche Flächen. Nicht nur Adenauer wies darauf hin, dass das Heliosgelände vielleicht etwas zu klein wäre, um das alles zu erfüllen. Hinzu kommt ein zeitlicher Aspekt: Es bestehen zum Teil langfristige Mietverträge. Für einen internationalen Bulettenbrater läuft er etwa bis 2032.

Andreas von Wolff, Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes, erläuterte dann den weiteren Prozess: Im September werden sämtliche Werkstattergebnisse in einer Ausstellung präsentiert. Im Herbst erhalten Bezirksvertretung Ehrenfeld und Stadtentwicklungsausschuss die Zusammenfassung. Anschließend muss der Rat darüber entscheiden und entsprechende Bebauungspläne beschließen.

Anschließend müssten die Wettbewerbe ausgeschrieben werden: ein städtebaulicher für das gesamte Gelände, einer für die Schule. Das alles könne bis zu drei Jahren dauern. Von Wolff wies auch darauf hin, wie gering der Einfluss der Politik etwa auf die Zusammensetzung von Handel oder Kultur sei.

Einstimmig gelobt wurde das Engagement insbesondere der „Bürgerinitiative Heliosgelände“. Sowohl Ute Berg, die neue Dezernentin für Wirtschaft und Liegenschaften, als auch Anne Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes, versprachen, die Bürger auch in den weiteren Prozess einzubeziehen. Und Bezirksbürgermeister Josef Wirges ist „verhalten optimistisch“, dass möglichst viele der Bürgerwünsche umgesetzt wird. (js)

(Erstellt am 8. Juni 2012 - 11:38 Uhr; aktualisiert 8. Juni 2012 - 12:30 Uhr)


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