Messprotokolle nachträglich angefertigt?

Durchsuchungen bei Baufirmen wegen Stadtarchiv-Einsturz

Köln (dapd-nrw). Bei den Ermittlungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs sind am Mittwoch Büroräume der Unternehmen Brunnen Conrad und Bilfinger Berger durchsucht worden. Eine Sprecherin der Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Kölner Stadt-Anzeigers» (Donnerstagausgabe).

Bildergalerie: Einsturz des Historischen Stadtarchivs   

Beide durchsuchte Firmen waren maßgeblich am Bau der Kölner U-Bahn-Grube Waidmarkt beteiligt, die als mögliche Ursache des Stadtarchiv-Einsturzes gilt.

Bei der Firma Brunnenbau Conrad suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Messungen von Sandmengen, die vor dem Einsturz möglicherweise zusammen mit Wasser aus der U-Bahn-Grube abgepumpt wurden. Es bestehe der Verdacht, dass die wöchentlich vorgeschriebenen Messprotokolle erst nach dem Unglück angefertigt wurden, hieß es.

Mit dem Wasser könnten auch erhebliche Mengen Sand und Erde abgepumpt worden sein. Dies könnte dazu beigetragen haben, dass unter dem benachbarten Archiv ein gefährlicher Hohlraum entstand.

Beim Baukonzern Bilfinger Berger suchten die Ermittler nach Aufzeichnungen aus Gesprächen mit einem ehemaligen Polier des Unternehmens. Der Mann soll mit Kollegen zahlreiche Sicherungsbügel aus Eisen gestohlen haben, die unter anderem für den Bau der Außenwand der U-Bahn-Grube Waidmarkt vorgesehen waren.

Bei der Staatsanwaltschaft hat der momentan vom Dienst suspendierte Polier bisher nicht ausgesagt, gegenüber seinem Arbeitgeber soll er sich aber zu dem Thema geäußert haben. Die fehlenden Eisenbügel gelten aber nicht als mögliche Ursache für den Einsturz.

Beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser waren am 3. März 2009 zwei Männer getötet und zahlreiche wertvolle Kulturgüter verschüttet worden

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Durchsuchungen bei Baufirmen wegen Stadtarchiv-Einsturz
Bei den Ermittlungen zum Einsturz des KölnerStadtarchivs sind am Mittwoch Büroräume der Unternehmen BrunnenConrad und Bilfinger Berger durchsucht worden. Eine Sprecherin derKölner Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Berichtdes «Kölner Stadt-Anzeigers»
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