Sparen durch Kooperation
Bonns OB fordert "Oper in Köln, Tanz in Bonn"
Bonns Oper soll geschlossen werden, die Oper Köln beide Städte bespielen und eine Bonner Tanzkompanie in Domstadt und Beethovenstadt wirken: so ein Vorschlag von Bonns OB Jürgen Nimptsch zur kulturellen Kooperation beider Städte mit Sparpotenzial.
Mit seinem Vorschlag zur regionalen Kulturkooperation zwischen Köln und Bonn sorgte der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch am Wochenende für Staunen und Verwunderung: Auf dem Kölner Kulturpolitischen Symposium kündigte Nimptsch an, die Bonner Oper mittelfristig schließen zu wollen und dieses Bereich der Kultur der Oper Köln zu überlassen.
Seine Forderung nach einer "Konzentration der Kräfte" sieht vor, dass die Kölner Oper Köln beide Städte bespielt und Bonn mit einer noch einzurichtenden Tanzkompanie das Gleiche im Bereich Tanz tut. Der Vorschlag "Oper in Köln, Tanz in Bonn" berge laut Nimptsch reichlich Sparpotenzial für die gebeutelten Stadtkassen.
Kölns Kultudezernent Georg Quander reagierte skeptisch auf die Idee aus der Beethovenstadt: Einsparmöglichkeiten seien kaum vorhanden, da die Produktionen aufgrund unterschiedlicher Bühnenmaße in Köln und Bonn doppelt erfolgen müssten. Einig waren sich beide hingegen mit Düsseldorfs Kulturdezenent Hans-Georg Lohne darüber, die kulturpolitische Kooperation entlang des Rheins vertiefen zu wollen.
(Erstellt am 22. November 2010 - 11:00 Uhr; aktualisiert 22. November 2010 - 11:48 Uhr)
Schon gelesen?
Vorheriger Artikel: Stefan Raab bekommt Sonderpreis der 1LIVE Krone






Kommentar hinzufügen