Karneval: 80 Polizisten nach verdorbenem Essen krank
Köln (dapd-nrw). Die Kölner Jecken verhielten sich friedlicher
als im vergangenen Jahr, dafür setzte ein offenbar kontaminiertes
Essen zahlreiche Polizisten außer Gefecht. Was genau den Beamten im Essen so zusetzte,
soll nun geprüft werden, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte.
Etwa 80 Beamte hätten am Donnerstag in einer Verpflegungsstelle
Hühnerfrikassee gegessen und danach über Magen-Darm-Beschwerden
geklagt, sagte er weiter und bestätigte damit in Teilen einen
Vorabbericht der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe). Zugleich betonte
er jedoch, dass nicht das Essen an sich schlecht gewesen sei. Denn
mehrere 1.000 Beamte hätten von dem Fleisch eines privaten Caterers
gegessen, aber nur in einer Verpflegungsstelle seien die
Einsatzkräfte anschließend krank geworden.
Eine Sprecherin ergänzte, Proben des Essens seien zur
Untersuchung an ein externes Institut gesendet worden. Bislang sei
völlig unklar, wodurch das Essen kontaminiert worden sei. Möglich
sei unter anderem, dass bei der Essensausgabe jemand krank gewesen
und seine Bakterien oder Viren auf das Essen übertragen habe. Auch
Probleme beim Warmhalten des Essens seien theoretisch denkbar.