Kürzungen angekündigt
Im Stadthaushalt 2010 fehlen mehrere hundert Millionen Euro
Im städtischen Haushalt 2010 klaffen gigantische Lücken von mehreren hundert Millionen Euro. Oberbürgermeister Roters ordnete nun massive Kürzungen in allen Bereichen, insbesondere der Kultur- und Sportförderung an. Roters führt das Riesenloch auf ein "Zusammentreffen aller Risiken" zurück.
Von Christian Rentrop
Der Oberbürgermeister erklärte am Montag im Anbetracht der angespannten Haushaltslage, dass weitere Einsparmaßnahmen zwingend notwendig seien: "Unsere Stadt befindet sich in einer tiefgreifenden Finanzkrise von wahrhaft bedrohlichem Ausmaß!" Mit dem aktuellen Stadthaushalt schlage man das schwierigste Finanzkapitel der Kölner Nachkriegsgeschichte auf.
Allein für das Haushaltsjahr 2010 weise der städtische Haushalt einen Fehlbetrag von rund 224 Millionen Euro auf - hier seien die Einsparmaßnahmen und Rücklagen in Höhe von über 316 Millionen Euro bereits eingerechnet. Schuld an der Misere sind laut Roters die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise, genau wie alte Verpflichtungen seiner Vorgänger und die finanziellen Kürzungen seitens Landes- und Bundespolitik, die alle zusammen die roten Zahlen produziere. Roters: "Über Köln zieht eine Schlechtwetterfront auf."
Die allerdings scheint eher ein ausgewachsener Hurrikan zu sein: Im Anbetracht von über einer halben Milliarde Euro Mindereinnahmen scheint es schwer zu glauben, dass sich Köln zeitnah aus dieser Misere befreien kann. Zumal externe Belastungen, etwa durch geplante Leistungskürzungen des Bundes, in dieser Rechnung noch nicht einkalkuliert sind. Und es könnte noch schlimmer kommen: Derzeit geht die Stadt von rund einem Prozent Verlust bei der Gewerbesteuer aus - Experten rechnen jedoch bereits mit 2,6 Prozent. Bei der Einkommenssteuer sieht es ähnlich aus, insgesamt fehlen durch die Mindereinnahmen 292 Millionen Euro.
Infolgedessen muss die Stadt Köln enorme Einsparungen vornehmen: Im Bereich der Pflichtleistungen wie etwa der Infrastruktur sollen diese fünf Prozent, im freiwilligen Bereich, etwa der Kultur- und Sportförderung, sogar 12,5 Prozent betragen. Erste Kürzungen wurden bereits angeordnet: 2010 werden den Bühnen der Stadt rund 5,5 Millionen Euro entzogen, womit sich die Gesamtförderung nur noch auf 44,3 Millionen Euro beträgt. Die Sportstätten müssen auf 2,5 Millionen Euro verzichten, der Zoo auf eine Millionen.
Den gesunkenen Einnahmen stehen teils massive Steigerungen der Ausgaben gegenüber: Allein die Kosten für Sozialmieten steigen im Jahr 2010 vorraussichtlich um 22,4 Millionen Euro. Die Kosten für andere soziale Transferleistungen steigen ebenfalls um mehrere Millionen Euro. Zusätzlich drücken alte Schulden in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro, deren Tilgung und Zinsen 2010 allein über 221 Millionen Euro betragen werden.
Im Haushalt ebenfalls noch nicht eingerechnet sind die städtischen Großprojekte, darunter die Neugestaltung des Opernquartiers und der Wiederaufbau des Stadtarchivs. Dennoch beteuert Roters: "Köln ist wahrlich keine arme Stadt. Vermutlich könnten wir jedes einzelne unserer aktuellen Probleme alleine ganz ordentlich bewältigen. Das Zusammentreffen aller Risiken macht die Lage jedoch so außerordentlich schwierig."
(Erstellt am 17. November 2009 - 11:09 Uhr; aktualisiert 17. November 2009 - 14:23 Uhr)
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Kommentare
Mein Tip zur Aufbesserung
Mein Tip zur Aufbesserung des Haushaltetats:
Noch mehr Radarfallen und ca.200 Knöllchenschreiber/Innen mehr !!!!!!!!!!
Wundert euch dann aber nicht das Ausärtige immer seltener in Köln einkaufen gehen und dadurch die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sinken.
Na wer hat denn die
Na wer hat denn die fehlenden Millionen im vergangenen Jahr durch die Bundesregierung erhalten? Die größten Verbrecher seit der Erfindung der Religion. Die Banken!! Holt euch die Millionen wieder und dann müsst ihr auch nicht an den falschen Stellen sparen!
221 Milliönchen alleine
221 Milliönchen alleine für die Schuldentilgung plus Zinsen?
Respekt! Aber sowas von!
Danke Fritz !!! Haste gut
Danke Fritz !!!
Haste gut gemacht- Dein Name = der größte Versager in Köln!
Hallo Gast 17.11.09 / 14:56
Hallo Gast 17.11.09 / 14:56 Uhr,
kann das sein, das du der größte Idiot in Köln bist?
Acch Ja Da fehlt Geld in der
Acch Ja
Da fehlt Geld in der Haushaltskasse???
Radarfallen 5 x für Stück 50.000 €
Ohne Montage und Planungskosten dafür ist Geld da.
Steckt Euch euren Haushalt in den AR... .
Euch sollte man Anspucken,Teeren und Feedern und aus der Stadt jagen.
Das zahlen wir alles Doppelt und Dreifach zurück,wetten das in nächster Zeit alle Gebühren steigen.
Jagdt diese Penner aus der Stadt..
Spuckt Ihre Frauen an ,Schlagt
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Jede Stadt in Deutschland
Jede Stadt in Deutschland arbeitet mit roten Zahlen, in den letzten zwei Jahren mehr als gedacht wurde. Aber deshalb sollte man doch nicht Planungen außen vor lassen.
Bei den Blitzer möchte ich kurz anmerken, dass jetzt schon 10% der Summe durch Raser eingenommen wurde.
Herr Schramma war nicht an allem Schuld, denn er hatte in den letzten zwei Jahren kaum eine Mehrheit !! SPD, Grüne u. die FDP waren diejenigen die, die CDU meist überstimmten !! Dies nur am Rande.
Die letzten Zeilen vom "Schreiber 14:01" könnte man kommentieren, aber nur mit bösen Worten. grins.
MfG
W.P.
bist wohl ein DEUTSCHEN
bist wohl ein DEUTSCHEN HASSER ?
wird Zeit dass Du zur Besinnung kommst.Du kannst einem nur leid tuen .









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