Sieben Tote / Schlimmstes Unglück seit zehn Jahren
Drei weitere Leichen nach Schneelawine in Schweiz geborgen
Genf (AFP) - Nach dem schweren Lawinenabgang in der Schweiz sind drei weitere Todesopfer gefunden worden. Es handele sich um einen Mann und eine Frau aus der Schweiz sowie einen 38-jährigen Deutschen, teilten die Rettungskräfte mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer des Unglücks vom Sonntag auf sieben - es ist damit das schlimmste seit zehn Jahren.
Bei dem Unglück im bernischen Diemtigtal hatte sich nach Angaben der Rettungskräfte am Sonntag zunächst eine Lawine gelöst und einen Skifahrer unter sich begraben. Bei der Suche nach dem Verunglückten löste sich kurz darauf eine weitere Lawine und verschüttete mehrere weitere Skifahrer und einen zu Hilfe gerufenen Arzt. Bei der anschließenden Rettungsaktion mit Hubschraubern und Spürhunden konnten noch am Sonntag acht Menschen zunächst lebend geborgen werden, doch starben drei von ihnen, unter ihnen der Arzt, später im Krankenhaus. Unter den drei Todesopfern war auch ein 45-jähriger Deutscher. Außerdem wurde ein Spaziergänger von den enormen Schneemassen verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden.
Die Suche nach weiteren Vermissten musste am Sonntagabend wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Sie konnte erst am Dienstagmorgen fortgesetzt werden. Innerhalb einer Stunde wurden dann die drei Leichen gefunden. Weitere Menschen werden nicht vermisst. Im Februar 1999 waren bei einem Lawinenunglück in der Schweiz zwölf Menschen gestorben.
(5. Januar 2010 - 15:18)







