3000 Jahre Garantie
Decker Pitter hat einen neuen Klöppel
Auch die dicksten Glocken halten nicht ewig: Am Dreikönigstag 2011 riss sich vor dem Hochamt der Klöppel der St. Petersglocke ("Decke Pitter") im Kölner Dom aus seiner Verankerung und schlug im Glockenstuhl auf. Seitdem blieb die größte freischwingende Glocke der Welt stumm. Doch die Kölner können Aufatmen: Am Freitagvormittag wurde ein neuer Klöppel in den Glockenstuhl gezogen. Die Glocke soll schon bald wieder zu hören sein.
Video: Dicker Pitter bekommt seinen Klöppel wieder
Zahlreiche Schaulustige versammelten sich im westlichen Hauptschiff des Doms, um zu sehen, wie der 600 Kilogramm schwere und 3,20 Meter lange neue Klöppel an einem Stahlseil durch die Gewölbeöffnung in rund 40 Metern Höhe gezogen wurde. Das ist nur ein kurzes Stück auf einer langen Reise: Der Stahlklöppel wurde von der Edelstahl Rosswag GmbH in Baden-Württemberg geschmiedet, anschließend von Royal Eijsbouts in Asten (Niederlande) in seine Fassung montiert und kostenlos von der UTi Deutschland GmbH nach Köln transportiert.Rostige Patina
Rostfrei ist der neue Klöppel allerdings nicht: "Der Klöppel ist aus Stahl, aber nicht aus Edelstahl", erklärte Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner. Der neue Klöppel solle ruhig eine rostige Patina erhalten, damit er besser zur Glocke passt. "Wenn genug Flugrost drauf ist, wird er dann versiegelt", so die Dombaumeisterin. Diese Versiegelung ist auch dringend nötig: "Der Glockenstuhl kann ganz schön feucht werden – bei schnellen Wetterwechseln tropft da das Kondenswasser von den Wänden."
Neben dem neuen Klöppel erhält die Glocke auch einen neuen Glockenantrieb von der Herforder Elektromotorenwerke GmbH. Die Kölner können sich freuen: Während der Montage und Justierung zwischen dem 2. und 7. Dezember wird die Glocke immer wieder angeschlagen, um Befestigung und Ton zu überprüfen.
3.000 Jahre Garantie
Seit seiner Weihung Ende 1924 leistete der Decke Pitter 86 Jahre gute Dienste, läutete zuverlässig zu hohen kirchlichen Feiertagen und bei besonderen Ereignissen. Er zählt jedoch nicht zum Standardgeläut des Kölner Doms, sondern ist eben diesen Sondereinsätzen vorbehalten. Am Dreikönigstag 2011, kurz vor dem Hochamt, löste sich der alte, rund 800 Kilogramm schwere Klöppel aus seiner Verankerung und schlug im Glockenstuhl auf. Wie Untersuchungen der Fachhochschule Kempten offenbarten, war der ursprüungliche Klöppel zu groß und schwer konstruiert. Der neue soll jetzt länger halten: Er wird mit einer Garantie von 3.000 Jahren geliefert. (cr)
(Erstellt am 2. Dezember 2011 - 12:31 Uhr; aktualisiert 2. Dezember 2011 - 16:20 Uhr)
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Kommentare
PETER KLÖPPEL!!!!!
PETER KLÖPPEL!!!!!









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