Zu wenige Besucher
Einziges John-Lennon-Museum der Welt schließt seine Pforten
Tokio (AFP) - Das einzige John-Lennon-Museum der Welt in Japan muss mangels Besuchern seine Pforten schließen: Während im Eröffnungsjahr 2000 rund 124.000 Menschen in das Museum in einem nördlichen Vorort von Tokio kamen, ging die Besucherzahl seitdem kontinuierlich zurück. Die durchschnittliche Besucherzahl habe nur noch bei 30.000 pro Jahr gelegen, teilte das Museum mit. Das Haus werde daher zum 30. September geschlossen. Bis zu diesem Tag laufe ein Vertrag mit Lennons Witwe Yoko Ono.
Laut der Nachrichtenagentur Kyodo fuhr das Museum zuletzt einen Verlust von mehr als 100 Millionen Yen (800.000 Euro) pro Jahr ein. Ono hatte der Eröffnung des Museums zugestimmt, in dem rund 130 Objekte aus dem Privatbesitz John Lennons ausgestellt wurden, darunter Gitarren, Brillen, Bühnenkostüme und Liederskripte. "Nach zehn Jahren hier wird die Erinnerung an John auf eine neue Reise gehen", erklärte die Witwe des einstigen Beatle in einer Mitteilung an die tausenden Lennon-Fans, die sich für den Erhalt des Museums eingesetzt hatten.
John Lennon war am 8. Dezember 1980 vor seinem Wohnhaus in New York erschossen worden. Der Täter Mark Chapman wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
(4. Februar 2010 - 14:49)






