Finanzstreit in der Bundeshauptstadt
Bonn sitzt nach Deutschlandfest auf 500.000 Euro Schulden
Für die Stadt Bonn war das dreitägige Deutschlandfest Anfang Oktober 2011 teuer als geplant: 500.000 Euro benötigt die Stadt Bonn, um zusätzliche Kosten zu decken. Per Eilantrag beantragte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch die Summe, die Fraktionen lehnten sein Vorhaben ab.
Verärgerte Abgeordnete
Mit "das kommt nicht in Frage, das machen wir nicht so einfach zwischen Tür und Angel", zitiert der Bonner "General-Anzeiger" CDU-Mann Georg Fenninger und "so geht's nicht" Peter Finger von den Grünen. Unklar ist den Politikern, warum die Zusatzkosten nicht frühzeitig durch Sponsoren gedeckt wurden und aus welchen Kassen Nimptsch das Geld nehmen möchte.
Außerdem klagen die Ratmitglieder darüber, nicht rechtzeitig über die neue Finanzsituation informiert worden zu sein. Laut General-Anzeiger waren die Mehrausgaben bereits eine Woche zuvor bekannt, dennoch wurde in der Ratssitzung am 20. Dezember kein Wort darüber verloren. Wegen der Unstimmigkeiten wurde die Angelegenheit nun auf nächstes Jahr verschoben.
Das Deutschlandfest und der NRW-Tag wurden vom 1. bis 3. Oktober 2011 veranstaltet. Die Feierlichkeiten lockten rund eine Millionen Besucher nach Bonn. Ursprünglich sollte das Fest 4,5 Millionen Euro kosten, der offizielle Anteil der Stadt liegt bei 1,7 Millionen. (Foto: dapd)
(Erstellt am 30. Dezember 2011 - 11:22 Uhr; aktualisiert 30. Dezember 2011 - 12:27 Uhr)
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