Streikwelle zur Weihnachtszeit: Amazon-Mitarbeiter weiter im Ausstand

Die Gewerkschaft Verdi setzt ihre Streiks beim Online-Versandhändler Amazon fort. Mitarbeiter am größten deutschen Standort im hessischen Bad Hersfeld sowie in Leipzig, Werne und Rheinberg sind bis übermorgen aufgerufen, nicht zu arbeiten. Im bayerischen Graben sollen die Proteste sogar bis Heiligabend weitergehen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass sich die Streiks darauf auswirken, wie schnell Bestellungen beim Kunden ankommen. Das Unternehmen bestreitet dagegen, dass es Verzögerungen gibt.  mehr

Kabinett will Ausweis-Entzug für Islamisten im Januar beschließen

Das Bundeskabinett will am 7. Januar eine Gesetzesänderung verabschieden, damit gewaltbereiten Islamisten der Personalausweis entzogen werden kann. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundesinnenministerium. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass mutmaßliche «Dschihadisten» für bis zu 18 Monate ihren Ausweis abgeben müssen. Damit soll ihre Ausreise in Kampfgebiete wie Syrien oder Irak verhindert werden. Die Verdächtigen sollen ein Ersatzdokument bekommen, um sich auszuweisen.  mehr

Untersuchungsausschuss zum Fall Yagmur legt Abschlussbericht vor

Genau ein Jahr nach dem Tod der dreijährigen Yagmur in Hamburg will der Parlamentarische Untersuchungsausschuss heute seinen Abschlussbericht zu dem Fall vorlegen. Darin sollen die Fehler der Behörden im Umgang mit dem Kind dargestellt werden. Yagmur stand von Geburt an unter der Aufsicht der Jugendämter. Dennoch wurde das Kind von seiner Mutter über viele Monate so schwer misshandelt, dass es schließlich starb. Der Untersuchungsausschuss hatte seit März viele Experten und Zeugen angehört.  mehr

Schuldspruch für Direns Todesschützen

Für die Todesschüsse auf den 17 Jahre alten Austauschschüler Diren aus Hamburg muss der Angeklagte im US-Staat Montana viele Jahre in Haft. Eine Geschworenenjury sprach den 30-jährigen Schützen in Missoula der vorsätzlichen Tötung schuldig. Nach dem Urteil brach im Gerichtssaal Jubel aus, die Mutter des Toten weinte laut. Das Strafmaß wird zwar erst im Februar verkündet - doch die Mindeststrafe beträgt zehn, die Höchststrafe 100 Jahre. Markus K. wurde nach dem Urteil in Handschellen abgeführt.  mehr

Putin stellt sich Fragen der Medien

Kremlchef Wladimir Putin stellt sich heute in Moskau den Fragen der Weltpresse. Zu dem Großereignis sind mehr als 1200 Journalisten aus dem In- und Ausland angemeldet. Das Spektakel ist für Putin bereits Routine, allerdings dürften die Fragen in diesem Jahr unangenehmer als sonst sein. Nach der Annexion der Krim und der zum Teil vom Kreml mitverantworteten Krise im Nachbarland dürften sich die Fragen vor allem um den Ukraine-Konflikt drehen. Auch die wirtschaftlichen Probleme Russlands dürften zur Sprache kommen.  mehr

Todesstrafe für 54 nigerianische Soldaten wegen Verweigerung

Weil sie den Kampfeinsatz gegen Terroristen der Boko Haram verweigerten, hat ein Militärgericht in Nigeria 54 Soldaten zum Tod verurteilt. Das berichtete die «Nigerian Tribune». Auf die Verurteilten wartet jetzt das Exekutionskommando. Die Soldaten hatten sich im August geweigert, an einem Einsatz zur Rückeroberung eines Ortes teilzunehmen. Die Militärjustiz warf ihnen daraufhin Feigheit vor dem Feind und Meuterei vor. Insgesamt hatten sich 60 Soldaten an der Meuterei beteiligt. Vier Soldaten wurden freigesprochen.  mehr

Palästinenser reichen bei UN Vorschlag zu Friedenslösung ein

Die Palästinenser haben beim UN-Sicherheitsrat über den Vertreter Jordaniens einen Resolutionsentwurf für eine Friedenslösung mit Israel eingebracht. Über diesen Entwurf kann das Gremium nun innerhalb der nächsten 24 Stunden abstimmen. Das unter anderem mit Frankreichs Hilfe entworfene Papier sieht eine Zwei-Jahres-Frist für eine Friedenslösung in Nahost vor. Jetzt gelte es, auch die USA für diesen Entwurf zu gewinnen, sagten palästinensische Diplomaten.  mehr

UN-Chef Ban reist in von Ebola betroffene Länder Afrikas

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich in den am stärksten von Ebola betroffenen Ländern in Westafrika selbst ein Bild von der Lage machen. Er werde in den kommenden Tagen nach Guinea, Liberia, Mali und Sierra Leone reisen, sagte Ban bei einer Pressekonferenz in New York. Außerdem werde er das Hauptquartier der UN-Sondermission Unmeer in Ghana besuchen. Seit Ausbruch der Ebola-Epidemie sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits mehr als 6300 Menschen an der Krankheit gestorben.  mehr

Deutsche und britische Soldaten erinnern an «Weihnachtswunder»

Mit einem Freundschaftsspiel haben Fußballer der Bundeswehr und der britischen Armee an das «Weihnachtswunder» im Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert. Vor Spielbeginn gedachten Spieler und Gäste im englischen Aldershot der Kriegsopfer. Eine Sängerin sang in deutscher und englischer Sprache «Stille Nacht». Es ist das Lied, das die Soldaten im belgisch-französischen Grenzgebiet im ersten Kriegsjahr zusammen gesungen haben. Während des spontanen Waffenstillstands sollen sie auch gemeinsam Fußball gespielt haben.  mehr

Lammert kritisiert Edathys Auftritt vor Bundespressekonferenz

Parlamentspräsident Norbert Lammert hat den geplanten Auftritt des früheren SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy in der Bundespressekonferenz in Berlin kritisiert. Edathy will heute noch vor seiner Aussage im Untersuchungsausschuss des Bundestags vor Journalisten ein Statement abgeben und Fragen beantworten. Lammert sagte der dpa, er finde die Ankündigung, sich vor der Anhörung zunächst in die Bundespressekonferenz zu begeben, ebenso unpassend wie die Bereitschaft der BPK, diese Reihenfolge zu akzeptieren.  mehr

EU-Chefs beraten über Russland-Krise und Wachstumsplan

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten heute bei einem Gipfel in Brüssel über die dramatische Wirtschaftskrise und den Währungsverfall in Russland. Weiteres Thema: Die EU-Sanktionen gegen Moskau. Beschlüsse dazu werden aber erst kommendes Jahr erwartet. Der Gipfel will zudem den Wachstumsplan von Kommissionschef Jean-Claude Juncker anschieben, der für neue Investitionen von 315 Milliarden Euro sorgen soll. Kanzlerin Angela Merkel gibt vorher im Bundestag in Berlin eine Regierungserklärung zu den deutschen Positionen ab.  mehr

Bundestag stimmt über neuen Afghanistan-Einsatz ab

Der Bundestag stimmt heute über einen neuen Ausbildungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ab. Die Mission «Resolute Support» - übersetzt «Entschlossene Unterstützung» - soll den bisherigen Kampfeinsatz der Nato nach 13 Jahren 2015 ablösen. Bis zu 850 deutsche Soldaten sollen sich im nordafghanischen Masar-i-Scharif und in der Hauptstadt Kabul daran beteiligen. Derzeit sind noch rund 1200 deutsche Soldaten dort. Das Mandat ist auf ein Jahr befristet. Der Einsatz soll aber mindestens zwei Jahre dauern.  mehr

Sony sagt nach Terrordrohungen Kinostart von «The Interview» ab

Nach Terrordrohungen gegen Vorführungen des Films «The Interview» hat das Studio Sony Pictures den Kinostart abgesagt. Nach Berichten amerikanischer Medien wird heute eine Erklärung der Behörden erwartet, nach der Hacker im Auftrag Nordkoreas hinter der Affäre stecken. US-Präsident Barack Obama empfahl den Amerikanern, trotz aller Drohungen «ohne Angst ins Kino» zu gehen. In «The Interview» bekommen zwei US-Journalisten den Auftrag, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bei einem Interview zu töten.  mehr

Schauspieler Stephen Collins gibt Missbrauch Minderjähriger zu

Der amerikanische Schauspieler Stephen Collins, bekannt aus der Fernsehserie «Eine himmlische Familie», spricht in der US-Zeitschrift «People» über früheren Missbrauch von Minderjährigen. Er habe etwas «furchtbar Falsches» getan, zitierte das Blatt den 67-Jährigen. Collins nimmt Bezug auf drei minderjährige Mädchen, die er zwischen 1973 und 1994 sexuell belästigt habe. In den letzten 20 Jahren habe es aber keine derartigen Vorfälle mehr gegeben, beteuert Collins. Er bedaure seine Handlungen sehr.  mehr

Kraft nennt «Pegida»-Organisatoren Rechtsextreme

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die Organisatoren der anti-islamischen «Pegida»-Demonstrationen als Rechtsextreme bezeichnet. Die Drahtzieher würden von Islam- und Ausländerfeindlichkeit getrieben, sagte die SPD-Politikerin der «Bild»-Zeitung. Wer dort hingehe, müsse sich im Klaren sein, welchen Rattenfängern er eine Bühne biete. Sie sei froh, dass in NRW die Zahl der Gegendemonstranten größer war als die der Teilnehmer bei den Aufmärschen.  mehr

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