Politik und Sicherheitsbehörden gehen nach Ansicht des Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, noch immer nicht konsequent genug gegen Rassismus vor.
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Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Deutsche Bahn zu mehr Kundenfreundlichkeit bei Zugverspätungen aufgefordert. Bahnkunden sollten künftig schon dann entschädigt werden, wenn der Zug 30 Minuten oder mehr Verspätung habe, sagte der Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl der «Rheinischen Post». Es müsse Druck aufgebaut werden, dass Deutschland eine Pünktlichkeit bei den Zügen bekomme, wie sie in der Schweiz üblich sei. Bislang zahlt die Bahn ihren Kunden erst ab einer Verspätung von einer Stunde einen Teil des Fahrpreises zurück.
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Politik und Sicherheitsbehörden gehen nach Ansicht des Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, noch immer nicht konsequent genug gegen Rassismus vor. Es habe sich leider nicht viel zum Positiven verändert seit dem Mordanschlag von Solingen vor 20 Jahren, sagte Kolat der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. Es gebe eine große Angst und Unsicherheit in der türkischen Community, sagte Kolat mit Blick auf die NSU-Mordserie. Er kritisierte, die Taten des NSU würden in der Aufarbeitung auf Ermittlungspannen und Versagen Einzelner reduziert.
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Vor der Bundestagung des CDU-Arbeitnehmerflügels hat dessen Vorsitzender Karl-Josef Laumann erneut einen gesetzlichen Mindestlohn gefordert. Man könne nicht zulassen, dass in Deutschland Löhne gezahlt werden, von denen selbst Vollzeitbeschäftigte nicht leben können, sagte er den «Ruhr Nachrichten». Zu geringe Löhne seien maßgeblich für das Problem niedriger Renten mitverantwortlich. Der Mindestlohn sei unverzichtbar. Wer 40 Jahre eingezahlt habe, müsse mehr Rente haben als ein Sozialhilfeempfänger.
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Beim Scheitern des Drohnen-Projekts «Euro Hawk» hat SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold Verteidigungsminister Thomas de Maizière «miserables Krisenmanagement» vorgeworfen. Hätte der Minister bereits 2011 die Fakten über die Probleme des Projektes auf den Tisch gelegt, wäre es im Haushaltsausschuss nicht bewilligt worden, sagte Arnold der «Passauer Neuen Presse». Der Minister müssse jetzt die Frage beantworten, ob er vertuschen wollte oder das Problem nicht erkannt hat. De Maizière hatte gestern in einem Interview eine Mitverantwortung für das Scheitern des Projekts übernommen.
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Der österreichische Schlecker-Nachfolger Dayli eröffnet seine Testläden in Deutschland später als geplant. Das sagte Dayli-Geschäftsführer Peter Krammer den «Stuttgarter Nachrichten». Ursprünglich war der Start der Testphase für Mai geplant gewesen.
Krammers Kollege Rudolf Haberleitner sagte der Nachrichtenagentur dpa, er gehe davon aus, dass die ersten fünf Shops nun Ende Juni eröffnen. Die Standorte müssten noch festgelegt werden. Zuerst habe das Geschäftsmodell in Österreich voll funktionsfähig sein müssen.
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London (dpa) - Eine 24 Jahre alte Tierpflegerin ist in England nach einem Angriff eines Sumatra-Tigers gestorben. Die Frau war in dem Tierpark nahe dem nordwestenglischen Dalton-in-Furness aus unbekannten Beweggründen in das Tigergehege gegangen, wie der britische Sender BBC berichtete. Von der Zooleitung hieß es, es habe sich um eine erfahrene Tierpflegerin gehandelt. Die Mitarbeiter dürften keine direkten Kontakt mit den Tigern haben. Warum die Frau sich nicht an die Regeln gehalten habe, sei unklar.
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Münster (dpa) - In Dülmen im Münsterland werden heute beim Wildpferdefang 47 einjährige Hengste eingefangen. Die Tiere gehören zu einer Gruppen von Pferden, die im Merfelder Bruch auf einem 360 Hektar großen Gelände leben. Da ihr Lebensraum begrenzt ist, wird die Herde mit seinen rund 400 Tieren seit über 100 Jahren einmal im Jahr zusammengetrieben. Dabei werden die Jungtiere eingefangen und anschließend versteigert.
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Erstmals seit Monaten hat wieder ein mehrköpfiges Selbstmordkommando der Taliban in Kabul zugeschlagen. Nach zehn Stunden heftiger Gefechte ist der Angriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul von Sicherheitskräften beendet worden. Sie töteten den fünften und letzten Angreifer, der sich in einem zivilen Gebäude verschanzt hatte. Zunächst hatte sich ein Attentäter in einem Auto vor einer Behörde des Innenministeriums in die Luft gesprengt. Dann hätten die Angreifer versucht, ein angrenzendes Gebäude der UN zu stürmen. Afghanische Sicherheitskräfte beendeten die Attacke.
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Die Krawalle in Schweden gehen weiter. Auch die sechste Nacht in Folge haben wieder Autos gebrannt. Dennoch erklärte ein Polizeisprecher nach schwedischen Medienangaben die vergangene Nacht sei vergleichsweise «ruhig» gewesen. Zwischenfälle wurden aus dem Großraum Stockholm, aus Uppsala, Örebro und Malmö gemeldet. 29 Verdächtige wurden bislang festgenommen. Auslöser der Unruhen ist der Tod eines 69-jährigen Mannes in Husby, einem Vorort von Stockholm, in dem die Bevölkerung zu 80 Prozent aus Einwanderern besteht. Die Polizei hatte den Mann nach eigenen Angaben in Notwehr erschossen.
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Münster (dpa) - Der Sozialflügel in der CDU beginnt heute in Münster seine Bundestagung. Gastredner bei dem Treffen der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, sein. Die Delegierten diskutieren unter anderem über einen Leitantrag, in dem es um ein Bekenntnis zur Lohnuntergrenze und gegen den Missbrauch von Werkverträgen geht. Die Wiederwahl des CDA-Vorsitzenden Karl-Josef Laumann, der auch CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag ist, gilt als sicher.
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Kurz vor dem 20. Jahrestag des Brandanschlags von Solingen wollen Demonstranten heute ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzen. Die Kundgebung in Solingen hat das Motto «Das Problem heißt Rassismus». Die Veranstalter rechnen laut Polizei mit rund 1000 Teilnehmern. Der Zug soll auch an den Anschlagsort führen. Dort erinnert heute eine Metallplakette an die Opfer. Am 29. Mai 1993 hatten Brandstifter fünf Frauen und Mädchen einer türkischen Familie getötet. Die vier Täter wurden wegen Mordes verurteilt. Sie haben ihre Strafen inzwischen verbüßt.
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Das Grünen-Gründungsmitglied Eva Quistorp hat eine schonungslose Aufarbeitung der Pädophilie-Vorwürfe gegen ihre Partei angemahnt. Im Sender 3sat sagte sie, die Grünen mit ihren hohen Ansprüchen an sich und die Gesellschaft müssten auch da selbstkritisch mit Fehlern und blinden Flecken umgehen und nichts unter den Teppich kehren. Die Grünen haben den Parteienforscher Franz Walter beauftragt, dem Einfluss von Pädophilie-Befürwortern in den Anfangsjahren der Partei zu untersuchen.
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Der Wechsel von Brasiliens Fußball-Star Neymar ins Ausland steht unmittelbar bevor. Sein Verein Santos FC bestätigte, dass zwei Angebote eingegangen seien und der Vorstand über den Transfer verhandeln wolle. Der 21-jährige Neymar müsse zwischen den beiden Optionen wählen. Der Verein gab nicht bekannt, von wem die Angebote stammten. Die Mitteilung wurde allerdings nach einem Treffen mit dem Fußball-Direktor des FC Barcelona veröffentlicht. Brasilianische Medien versichern, der andere Interessent sei Barcelonas Erzrivale Real Madrid.
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Die Deutsche Post strebt gemeinsam mit dem ADAC die Marktführerschaft auf dem deutschen Fernbusmarkt an.
Bis zum Frühjahr nächsten Jahres wolle man mit insgesamt 60 Bussen rund 30 Städte anfahren, sagte der Projektverantwortliche Joachim Wessels, der «Berliner Zeitung». Danach werde über den weiteren Netzausbau beraten. Im November diesen Jahres gehe es auf fünf Strecken los: Köln-Bonn-Frankfurt-München; Bremen-Hamburg-Berlin; Köln-Hannover-Berlin; Berlin-Leipzig-Dresden und Frankfurt-Nürnberg-München.
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