Bundesbank-Chef findet höhere Tariflöhne gerechtfertigt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Bundesbank bleibt bei ihren Einschätzungen zu höheren Tarifgehältern in Deutschland. Nach Chefvolkswirt Jens Ulbrich und EZB-Vertretern hat nun auch Bundesbank-Chef Jens Weidmann den volkswirtschaftlichen Verteilungsspielraum auf rund 3 Prozent beziffert. Dies ergebe sich überschlagsmäßig aus mittelfristig knapp 2 Prozent Inflation und 1 Prozent Produktivitätswachstum, sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Es gebe in einer Reihe von Branchen und Regionen praktisch Vollbeschäftigung, und es häuften sich Meldungen über Arbeitskräftemangel, sagte Weidmann.  mehr

Osram streicht 7800 Stellen - auch deutsche Standorte betroffen

Osram steht vor weiteren Einschnitten. Der Lichtspezialist will weltweit rund 7800 Stellen streichen - davon etwa 1700 in Deutschland. Das teilte das Unternehmen nach einer Vorstandssitzung in München mit. Insgesamt 6100 Jobs sollen im Ausland abgebaut werden. Die Kürzungen treffen vor allem die Fabrikation traditioneller Leuchtmittel, den Vertrieb und die Verwaltung. In Deutschland sind von den Einschnitten vor allem München, Augsburg, Eichstätt und Berlin betroffen.  mehr

Letztes Besatzungsmitglied von Hiroshima-Bomber gestorben

Das letzte Besatzungsmitglied des Hiroshima-Bombers «Enola Gay» ist tot. Wie seine älteste Tochter Vicki Triplett nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN sagte, starb Theodore «Dutch» Van Kirk in Stone Mountain im US-Bundesstaat Georgia im Alter von 93 Jahren. Van Kirk war der Navigationsoffizier der B-29 Superfortress bei dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima vor fast 69 Jahren. Von den 350 000 Bewohnern der westjapanischen Stadt starben damals auf einen Schlag mehr als 70 000 Menschen. Tom Van Kirk sagte dem Sender, sein Vater habe die Hiroshima-Mission nicht bedauert.  mehr

Weiter israelische Luftangriffe auf den Gazastreifen - elf Tote

Die israelische Luftwaffe hat am frühen Morgen weiter Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei starben nach palästinensischen Angaben elf Menschen und mehr als 20 wurden verletzt. Wie der Sprecher des palästinensischen Rettungsdienstes, Aschraf al-Kidra, sagte, sind seit Beginn der israelischen Militäroperation gegen die radikalislamische Hamas am 8. Juli mehr als 1240 Menschen getötet und über 7000 verletzt worden.  mehr

Toter Junge in US-Maschine in Ramstein entdeckt

Die Leiche eines Jungen ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums im Fahrwerksschacht einer Militärmaschine im pfälzischen Ramstein entdeckt worden. Die Maschine sei aus Afrika gekommen, bei dem Jungen handelt es sich vermutlich um einen Afrikaner, sagte Pentagonsprecher John Kirby in Washington. Das Pentagon prüfe jetzt, wie es dem Jungen gelingen konnte, sich im Fahrwerk zu verstecken. Es gebe eine Untersuchung, die klären solle, ob es Sicherheitslücken gebe. Laut CNN machte die Maschine Stopps im Senegal, in Mali, im Tschad sowie in Tunesien und in Italien.  mehr

Mann bei Feier von mit Wasser gefüllter Baggerschaufel erschlagen

Ein Mann ist bei der Feier eines Kegelclubs im Münsterland von einer mit 2000 Liter Wasser gefüllten Baggerschaufel erschlagen worden. Fünf Menschen wurden teils schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Gesellschaft saß am Abend an einem Biertisch auf einem abgeernteten Getreidefeld in Isselburg. Ein Mann wollte die Kegler mit Wasser übergießen. Dazu hatte er die Schaufel einer Baumaschine mit Wasser gefüllt. Das Fahrzeug kippte nach vorne und die Schaufel schlug aus sechs Metern Höhe auf den Tisch. Für den 34-jährigen Familienvater kam jede Hilfe zu spät.  mehr

Haderthauer kämpft ums politische Überleben

Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer kämpft um ihre politische Zukunft. Die Münchner Staatsanwaltschaft will ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts gegen die CSU-Politikerin einleiten. Anlass für die Ermittlungen ist nach Angaben der CSU-Politikerin die Anzeige eines früheren Mitgesellschafters des Ehepaars Haderthauer bei der Firma Sapor Modelltechnik. Der frühere Geschäftspartner Roger Ponton sieht sich von den Haderthauers falsch über die Gewinne der Firma informiert und deshalb bei seiner Abfindung betrogen.  mehr

EU und USA ziehen Sanktionsschraube gegen Russland an  

Nach der EU ziehen auch die USA in der Ukraine-Krise die Sanktionsschraube gegen Russland an. US-Präsident Barack Obama sprach von einer eng koordinierten Aktion. Die Strafmaßnahmen gegen den russischen Finanzsektor sowie gegen den Energie- und Militärsektor würden jetzt «noch mehr Biss haben». Das Finanzministerium setzte unter anderem drei weitere Banken auf die Sanktionsliste. Zuvor hatte die EU gehandelt. Die Botschafter der 28 Mitgliedstaaten einigten sich auf ein Paket von Strafmaßnahmen, in dem erstmals Wirtschaftsbereiche im Zentrum stehen.  mehr

Bericht: Regierung führt Anschnallpflicht für Taxifahrer ein

Die Bundesregierung will eine Anschnallpflicht für Taxifahrer einführen. Das berichtet die «Saarbrücker Zeitung» unter Berufung auf eine neue Verordnung des Verkehrsministeriums. Danach wird die Befreiung von der Anschnallpflicht, die auch für Chauffeure von Mietwagen gilt, «aus Verkehrssicherheitsgründen» nicht mehr als sinnvoll angesehen. Die geltende Ausnahmeregelung stammt aus den 1970er Jahren und sollte bei Überfällen eine Flucht erleichtern. Doch inzwischen würden Verkehrsunfälle «eine weitaus größere Gefahr» darstellen, heißt es.  mehr

Letzter europäischer Raumtransporter auf dem Weg zur ISS

Der letzte europäische Raumtransporter ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Das in Deutschland gebaute Versorgungsschiff startete in der Nacht an Bord einer Ariane-5-Rakete ins All. Wenn alles nach Plan läuft, wird es am 12. August am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde andocken. Die sechs ISS-Besatzungsmitglieder, darunter auch der deutsche Esa-Astronaut Alexander Gerst, dürfen sich dann auf frische Lebensmittel und Nachschub an Treibstoff, Wasser und Atemluft freuen. Zudem sind neue Experimente an Bord des unbemannten ATV.  mehr

Merkel besucht «Siegfried» in Bayreuth

Hoher Besuch auf dem Grünen Hügel: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Nachmittag bei den Bayreuther Festspielen erwartet. Sie hat Urlaub und kommt ganz privat. Den offiziellen Teil zur Festspiel-Eröffnung hatte Merkel, die mit ihrem Mann Joachim Sauer zu den Stammgästen der Richard-Wagner-Festspiele gehört, in diesem Jahr aus terminlichen Gründen ausfallen lassen. Den «Ring des Nibelungen» in der umstrittenen Inszenierung von Frank Castorf wolle sie sich aber zu Ende ansehen, sagte ein Festspiel-Sprecher. Das habe sie im vergangenen Jahr nicht geschafft.   mehr

Chile und Peru rufen Botschafter aus Israel zu Konsultationen zurück

Chile und Peru haben wegen der Verschärfung der israelischen Militäroperationen im Gazastreifen ihre Botschafter in Israel zu Konsultationen zurückgerufen. Chile beobachte mit großer Sorge die Einsätze, die derzeit eine «kollektive Bestrafung» der palästinensischen Bevölkerung darstellten, hieß es in einer Mitteilung des chilenischen Außenministeriums. Die Militäroperationen respektierten keine Normen des internationalen Menschenrechtes, wie die mehr als 1000 zivilen Opfer, darunter Frauen und Kinder, zeigten. Ähnlich äußerte sich das peruanische Außenministerium.  mehr

Israel bombardiert weiter Ziele im Gazastreifen

Die israelische Luftwaffe hat auch am frühen Morgen ihre Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Nach israelischen Medienangaben wurden zu Beginn des 23. Tags der Militäroperation gegen palästinensische Extremisten Dutzende «Terrorziele» bombardiert. Nach palästinensichen Angaben starben bei einem israelischen Artillerieangriff im nördlichen Gazastreifen am späten Abend 13 Menschen, 40 weitere wurden verletzt. Im Gazastreifen machen sich Panik und Verzweiflung breit. Die Zahl der Schutzsuchenden gab ein Sprecher des UN-Hilfswerks UNRWA mit mehr als 200 000 an.  mehr

Nach Flugzeugabsturz in Ukraine: UN-Agentur plant Untersuchung

Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs über der Ostukraine plant die Internationale Zivilluftfahrtorganisation eine grundlegende Sicherheitsuntersuchung. Die Tragödie habe «beunruhigende Sorgen in Hinsicht auf die zivile Luftfahrt von, nach und über Krisengebieten aufgeworfen», sagte der Chef der UN-Agentur ICAO, Raymond Benjamin. An der Untersuchung sollen Experten von Regierungen und aus der Industrie beteiligt sein. Bei der Katastrophe waren vor rund zwei Wochen alle 298 Menschen an Bord des malaysischen Flugzeugs ums Leben gekommen.  mehr

Angst und Schrecken in Gaza - 13 Tote bei neuem Artillerieangriff

Nach den schlimmsten Bombardierungen seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen machen sich zunehmend Panik und Verzweiflung in der Enklave breit. Immer mehr verängstigte Menschen versuchten, dem Inferno zu entrinnen. Sie flohen in eine von 85 UN-Einrichtungen, die als Notunterkünfte dienen. Die Zahl der Schutzsuchenden gab der Sprecher des UN-Hilfswerks UNRWA, Chris Gunness, am Abend mit mehr als 200 000 an. Im nördlichen Gazastreifen sind bei einem israelischen Artillerieangriff am späten Abend nach palästinensischen Angaben 13 Menschen ums Leben gekommen.  mehr

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