dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Baltimore verhängt Ausgangssperre - Randale und Plünderungen  mehr

Randale und Chaos in Baltimore

 Die zunächst friedlichen Proteste wegen des Todes eines jungen Schwarzen in Polizeigewahrsam sind in der US-Metropole Baltimore in offene Gewalt umgeschlagen. Gebäude gingen in der Nacht in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert, Polizisten mit Steinen angegriffen. Als Reaktion verhängte über die Stadt an der US-Ostküste eine nächtliche Ausgangssperre. Die Polizei sprach von den schwersten Unruhen in der Metropole seit Jahrzehnten. Augenzeugen meinten, Teile der Stadt seien in eine «Kriegszone» verwandelt.  mehr

Drei Tage Staatstrauer in Nepal

Kathmandu (dpa) - Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben mit Tausenden Toten hat Nepals Regierung drei Tage Staatstrauer angeordnet. Die Helfer finden in dem Land immer mehr Menschen unter den Trümmern. Bislang seien allein in Nepal mehr als 4300 Leichen gefunden worden, erklärte die Regierung. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Toten auf 25; in Indien starben 72 Menschen. Die Regierung erklärte außerdem erstmals öffentlich, trotz zahlreicher Warnungen vor einem bevorstehenden großen Beben nicht genug vorbereitet gewesen zu sein.  mehr

Lebenslange Haft für Kapitän der Unglück «Sewol»

Ein Berufungsgericht in Südkorea hat den Kapitän der vor einem Jahr untergegangenen Fähre «Sewol» zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Kapitän Lee Jun Seok sei wegen Mordes verurteilt worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Das Berufungsgericht in Kwangju ging damit über das Urteil der ersten Instanz im November hinaus, als gegen Lee wegen grober Fahrlässigkeit eine Haftstrafe von 36 Jahren verhängt wurde. 295 Menschen kamen beim Untergang der «Sewol» ums Leben, neun gelten als vermisst.  mehr

Tarifverhandlungen bei der Post gehen weiter

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post um kürzere Arbeitszeiten gehen heute in Siegburg bei Bonn weiter. Gestern hatten sie bis zum Abend keine wesentlichen Fortschritte gebracht. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit für 140 000 Beschäftigte von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber lehnen das ab.  mehr

Zehntausende verlassen nach Erdbeben Kathmandu

Kathmandu (dpa) - Auf der Suche nach Wasser und Nahrung haben Zehntausende Menschen das von einem Erdbeben schwer getroffene Kathmandu-Tal in Nepal verlassen. Die Zeitung «Himalayan Times» gibt ihre Zahl mit mehr als 72 000 an. In der Hauptstadt des Himalaya-Landes gebe es derzeit keinen Strom und kaum Trinkwasser, sagte Philips Ewert, Einsatzleiter der Hilfsorganisation World Vision. Alle großen Geschäfte und Banken seien geschlossen. Außerdem wollten viele Menschen in ihre Heimatdörfer fahren und schauen, wie es ihren Familien gehe, sagte Ewert.  mehr

Unruhen in Baltimore: Großes Gebäude in Flammen aufgegangen

 Bei schweren Unruhen in der US-Metropole Baltimore ist ein großes Gebäude im Osten der Stadt in Flammen aufgegangen. US-Fernsehsender zeigen Bilder des Großbrandes. Nach Angaben lokaler Medien handelt es sich um ein neu errichtetes kirchliches Altenzentrum. Bereits zuvor setzten Unbekannte einen großen Drugstore in der Innenstadt in Brand. Mehrere Geschäfte wurden nach Angaben der Polizei geplündert. Die Ausschreitungen waren durch den Tod eines Afroamerikaners in Polizeigewahrsam ausgelöst worden.    mehr

Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Mann

Bei einem Einsatz in Grünstadt in Rheinland-Pfalz hat ein Polizist einen Mann erschossen. Der 40-Jährige soll zuvor mit einem Messer auf die Beamten losgegangen sein. Am Abend waren zwei Streifen zu einem Mehrfamilienhaus gefahren, wo es Notrufen zufolge einen Ehestreit gab. Der Wohnungsinhaber öffnete den Polizisten die Tür und ging unvermittelt mit einem Küchenmesser auf sie los. Auch nach mehrmaliger Aufforderung ließ der Mann das Messer nicht fallen, auch Pfefferspray konnte ihn nicht stoppen. Ein Beamter gab deshalb zwei Schüsse ab. Der Mann erlag in der Nacht seinen Verletzungen.  mehr

Strafprozess gegen Top-Manager der Deutschen Bank beginnt in München

Vor dem Landgericht München beginnt heute der Strafprozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und vier ehemalige Top-Manager der Bank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, vor vier Jahren in einem Prozess um milliardenschwere Schadenersatzforderungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Dadurch wollten sie aus Sicht der Ankläger erreichen, dass die Deutsche Bank nicht an Kirch zahlen muss. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.  mehr

Greenpeace: 8000 Tonnen Öl verschmutzen jährlich die Nordsee

Greenpeace stellt heute in Hamburg einen Bericht zu den Auswirkungen der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee vor. Es sei die größte Industrieregion Europas. Durch den Förderbetrieb würden jährlich mehr als 8000 Tonnen Öl das Meer verdrecken. Zudem sei die Nordsee voller Förderplattformen. Rund 500 Plattformen müssten in den nächsten 30 Jahren abgebaut werden. Die Zerlegung müsse an Land geschehen. Das sei nach der Greenpeace-Kampagne gegen die Versenkung der Ölplattform «Brent Spar» vor 20 Jahren vorgeschrieben.  mehr

Mehr Unfälle mit Elektrofahrrädern auf Deutschlands Straßen

Berlin (dpa) – Elektrofahrräder sind im vergangenen Jahr in 3700 schwere Unfälle verwickelt gewesen. Dabei starben 59 Menschen, 1120 wurden verletzt. Das geht aus Zahlen des Automobilclubs ACE hervor. Der Club bezieht sich dabei auf Daten des Statistischen Bundesamts. Nach Einschätzung eines ACE-Sprechers dürften die tatsächlichen Zahlen aber höher liegen: Nur etwa 40 Prozent der Unfälle mit Rädern würden statistisch erfasst. Der Verkauf solcher Räder boomt: 480 000 E-Bikes wurden 2014 verkauft, 70 000 mehr als 2013.  mehr

Baltimore verhängt Ausgangssperre - Randale und Plünderungen

Nach schweren Ausschreitungen gilt in Baltimore eine nächtliche Ausgangssperre. Bürgermeisterin Stephanie Rawlings-Blake verhängte die Sperre für eine Woche von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Maryland, Larry Hogan, berief die Nationalgarde ein und rief den Notstand aus. Demonstranten setzten Geschäfte in Brand, plünderten und zerstörten Autos. Zahlreiche Polizisten wurden verletzt. Die Ausschreitungen wurden durch den Tod eines Afroamerikaners ausgelöst, der nach seiner Festnahme eine Rückenmarkverletzung erlitten hatte.  mehr

Kitas droht Dauerstreik - Verdi erklärt Verhandlungen für gescheitert

Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden droht in Kindertagesstätten ab Ende nächster Woche ein unbefristeter Streik der Erzieher. Die Gewerkschaft Verdi erklärte die Tarifverhandlungen für die 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter für gescheitert. Sie lässt ihre Mitglieder Anfang Mai in einer Urabstimmung über das weitere Vorgehen entscheiden. Wenn mindestens drei Viertel der Mitglieder für Streik stimmen, müssen die Eltern mit geschlossenen Kitas rechnen, heißt es von Verdi. Die Gewerkschaft sicherte den Eltern zu, sie frühzeitig über Schließungen zu informieren.  mehr

Zwölf Tote bei Unwetter in Brasilien

Mindestens zwölf Menschen sind im Nordosten Brasiliens bei einem Unwetter umgekommen. Die Opfer wurden von zwei Erdrutschen in Salvador verschüttet, berichtet das Nachrichtenportal G1. Mehrere Menschen werden noch vermisst. Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Hauptstadt des Bundesstaates Bahía Überschwemmungen verursacht. Bewohner der Stadtteile an der Küste müssen Boote oder Surfbretter auf den Straßen benutzen.  mehr

Tsipras gegen Neuwahlen auch bei erfolglosen Schulden-Gesprächen

Athen (dpa) - Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Neuwahlen auch für den Fall erfolgloser Gespräche mit den Gläubigern über eine finanzielle Rettung Griechenlands ausgeschlossen. Es mache keinen Sinn, Neuwahlen anzustreben, sagte Tsipras der Webseite «enikos.gr». Gleichzeitig zeigte sich Tsipras erneut optimistisch, dass es eine Lösung in den Verhandlungen mit den Geldgebern geben werde. Er verteidigte auch, dass andere Funktionäre seiner Syriza-Partei bei der Frage nach Neuwahlen andere Ansichten hätten.     mehr

Firmenvideos von Kölner Unternehmen