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Architekturen und Menschen

Museum Ludwig zeigt Fotos von Werner Mantz

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln. Werner Mantz, Café Wien, Köln, 1929. Bromsilberdruck. Museum Ludwig, Köln. © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Berühmt und populär ist Werner Mantz als Architekturfotograf, der in den 1920er und 1930er Jahren Kölns Geschichte des Siedlungsbaus dokumentierte. Das Museum Ludwig zeigt ab Samstag mit der Ausstellung „Werner Mantz – Architekturen und Menschen“ einen unbekannten Teil seines Werks: Porträtfotos.

Die meisten der Porträtaufnahmen, mit denen der Kölner Mantz (1901-1983) am Anfang und in den letzten Jahrzehnten seiner Karriere Geld verdiente, sind zum ersten Mal zu sehen. Ausgeliehen hat sie das Nederlands Fotomuseum in Rotterdam, wo die Kölner Ausstellung anschließend zu sehen ist.

In München hatte Mantz sein Handwerk gelernt, und das setzte er ganz im Stil der Zeit ein, als er 1921 in Köln sein erstes Fotoatelier eröffnete. Charakteristisch sind weich gezeichnete Gesichter und ein warmes Hell-Dunkel-Spiel im Stile von Rembrandt. Aufwändige Laborarbeiten waren hierfür nötig, die konnten bis zu drei Tage dauern – und trieben Mantz fast in die Pleite.

Rettung brachte der Kontakt mit dem Kölner Architekten Wilhelm Riphahn. Der entwarf damals für die GAG zahlreiche Siedlungen wie den Blauen Hof oder die Weiße Stadt. Mantz fotografierte sie. Obwohl er nach eigener Aussage kein besonderes Interesse an Architektur hatte, geben seine Fotos genau den Geist dieser ans Bauhaus angelehnten Bauten wieder: kühl, sachlich, die klaren Linien betonend, dabei durchaus gewagte Perspektiven – vor allem aber: menschenleer.

Schon 1932 hatte er sich im niederländischen Maastricht ein zweiter Fotoatelier eingerichtet. Dorthin zog er 1938 und arbeitete dort bis er es wenige Jahre vor seinem Tod schloss. Und wieder verdiente er sein Geld mit Porträtfotos – wie auch seine Architekturaufnahmen alles Auftragsarbeiten. So dürften sich in ihnen eher die Vorstellungen der Porträtierten widerspiegeln als die eigenen.

250 Fotos von Männern und Frauen 

Die Ausstellung fasst die rund 250 Fotos in „typologischen“ Gruppen zusammen. Da sehen wir Männerköpfe, die ihren Charakter mit Pfeife, Zigarre oder Zigarette manifestieren. Frauen, die ihren Kopf sinnierend mit den Händen abstützen. Babys, die lachen oder Weinen. Kommunions-Mädchen mit Kerze oder romantisch-kitschig gefalteten Händen.

Dabei ist anzumerken: Dass Mantz Menschen fotografierte, war nicht unbekannt. So zeigte die erste Mantz-Ausstellung 1982 im Museum Ludwig auch die Prominenten, die er in seinen Anfangsjahren porträtierte. Etwa den Künstler Anton Räderscheidt, den Politiker Peter Josef Schaeven oder den WDR-Intendanten Ernst Hardt.

Auch diese Fotos aus dem Bestand des Museums Ludwig sind jetzt zu sehen, ebenso Nachtaufnahmen von Kölner Leuchtreklamen, von Haustüren, Möbeln oder Stillleben mit Glas – alle entstanden in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren.

Und natürlich seine klassischen Aufnahmen von Siedlungen und Einzelhäusern. Und auch da gibt es eine Entdeckung: Bekannt sind sie mit harten Schwarzweiß-Kontrasten – so wollte man sie bei ihrer Wiederentdeckung vor fast 50 Jahren sehen. Tatsächlich aber waren auch sie oft weich gezeichnet und in zartem Sepiaton gehalten. Wie er es in München gelernt hatte. (js)

„Werner Mantz – Architekturen und Menschen“ – bis 21. Januar 2018. Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Donnerstag im Monat 10-22 Uhr, Eintritt: 12/8 Euro, Katalog 19,50 Euro

 


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