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Immisitzung

Munterer Parforce-Ritt durch Vorurteile und Klischees

Wartenummern ziehen, Zuständigkeiten klären, Führungszeugnis besorgen – wären die Ausländerbehörden 1931 so bürokratisch gewesen wie heute, Adolf Hitler hätte nie einen deutschen Pass erhalten. Entnervt gibt der spätere Diktator auf. Dieser Sketch ist einer der Höhepunkte der diesjährigen „Immisitzung“ im Bürgerhaus Stollwerck. Zum 3. Mal treten die Künstler auf, um den Karneval unter dem Motto „Jeder Jeck ist von woanders“ aufzumischen.

Fast alle Akteure – oder zumindest deren Eltern – sind „Immis“, also Zugereiste. Und aus diesem Blickwinkel sehen sie sich den deutschen und speziell den Kölner Alltag an. Am stärksten sind sie, wenn sie die jeweiligen Klischees und Vorurteile gegenüber Ausländern aufs Korn nehmen: Die angeborene Sangeskunst der Italiener, die im Pizza-Lied der Höhner endet. Der faule Grieche, der sich vor dem Bau der Arche drückt, indem er Gott mit Ouzo besticht. Macho Ali, der sich als Moslem drei Frauen leisten darf und deshalb der wahre Chef der „Drei Engel für Charlie“ – pardon: „Drei Engel für Ali“ ist.

Heiße Rhythmen aus allen Ecken der Welt, fetzige Revue-Tanzeinlagen und spielfreudige Akteure sind das Markenzeichen der Mulit-Kulti- Truppe. Doch wollte diesmal der Funke nicht recht ins Publikum überspringen. Zu zäh vor allem vor der Pause mancher Sketch, zu absehbar manche Pointe. Doch Moderatorin Katja Solange Wiesner, ein echt kölsches „Schokoladen-Mädche“ aus dem Vringsveedel erwies sich wieder einmal mehr als Stimmungsaufheiterin – nicht nur, als sie im Bastrock verkündete, dass auch „mir Nejer“ Bloodwoosch, Kölsch un e lecker Mädche brauchen, um glücklich zu sein. Da sangen alle mit.

Gekonnt eine Hommage an Loriot, bei der sich Ex-FC-Köln-Präsident Overath und FDP-Chef Rösler beim Fußballspiel treffen und fragen: „Ja wo laufen sie denn?“. Eine Parodie auf Rammstein, in der man sich über die neuen Nazis lustig macht („Braune Soße in Hirn und Feinripphose“) gefällt ebenso wie das lateinamerikanische Prinzenpaar mit „brasilianischen Nacktgezappel“.

Bissig auch wieder die aktuellen Umbau-Pausenkommentare der „Domgeister“: ein deutscher Prolet und ein französischer „Schneckenschlürfer“ im Stile von Waldorf und Stadler aus der Muppet- Show. Aber Meisner als Tunte zu entlarven – das ist ein Witz aus der Mottenkiste. Unterm Strich: Ein vergnüglicher Abend – aber es war schon einmal besser. (js)

„Immisitzung 2012“ – weitere Termine: 3. und 4.2. (20.11 Uhr), 5.2. (18.11 Uhr), 10. und 11.2. (20.11 Uhr), 12.2. (11.11 und 18.11 Uhr), 15., 17. und 18.2. (jeweils 20.11 Uhr), 19.2. (18.11 Uhr). Restkarten unter: www.immisitzung.de

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