Nick Hornby bei der lit.COLOGNE
"Musikgeschmack kann man niemandem beibringen"
Nick Hornby ist Kultautor und ein bekennender Musikfan. In seinem neuen Roman "Juliet, Naked" befasst er sich mit verbissenen Musiknerds, ausgelaugten Beziehungen und der Frage, warum das Internet alles noch viel schlimmer macht.
Von Ronja Gasper
Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass sich Hornby erst kürzlich bei den Academy Awards einem weitaus größeren Publikum präsentiert hat. Für sein adaptiertes Drehbuch zu dem Film "An Education", das auf einer Romanvorlage der Journalistin Lynn Barber basiert, wurde er 2010 erstmals für einen Oscar nominert.
Liebevolle Alltagsgeschichten
Es sind immer wieder Alltagsthemen, die der Kultautor in seinen Romanen aufgreift, sie jedoch durch viel Witz und Charme zu lesenswerten Geschichten formt, bei denen man später das Gefühl hat, sie hätten einem selbst passieren können - zumindestens rein hypothetisch.
So verhält es sich auch bei seinem neuen Buch "Juliet, Naked". Die Geschichte handelt von einer Beziehung zweier Menschen in einer kleinen Küstenstadt in England, deren Leben kaum langweiliger sein könnte: Annie arbeitet in einem Museum und lebt zusammen mit Duncan, Lehrer von Beruf, der in seiner Freizeit seine Leidenschaft zu seinem Lieblingssänger Tucker Crowe pflegt.
Wie das Internet alles änderte...
Was für Annie zunächst als ein tolerierbares Hobby erscheint, nimmt mit Duncans Entdeckung des Internets immer größere Ausmaße an. Er eröffnet seine eigene Tucker-Website und diskutiert dort mit Gleichgesinnten jedes Detail seines verschollenen Lieblingssänger bis ins Absurde. Immer mehr fühlt sich Annie von Ducans Versessenheit abgestoßen und zweifelt zunehmender an der Sinnhaftigkeit ihrer Beziehung, bis es schließlich zur Trennung kommt.
Musikgeschmack - Eine Frage der Erziehung?
Auch Hornby pflegt, ähnlich wie sein Protagonist, ein großes Interesse für Musik, wie er auch in seinen Büchern "High Fidelity" und "31 Songs" bereits gezeigt hat.
"Ich denke, es ist wichtig irgendeine Verbindung zu Musik zu haben", sagt er. Auf die zweifelnde Frage des Moderators, ob seine Kinder wirklich begeisterte Fans des englischen Gegenstücks zu "Deutschland sucht den Superstar" seien, antwortet er gelassen: "Man kann ja jemandem einen Musikgeschmack nicht beibringen." Es sei für ihn allerdings immer wieder komisch, wenn seine Kinder Songs von Bob Dylan oder Queen suchten, die sie bei "X-Factor" gesehen haben, und ihr Vater sie dann zu ihrem Erstaunen aus dem Schrank ziehe.
Abwechselnd mit Andreas Grötzinger, der an diesem Abend für die deutschen Auszüge des Buches zuständig ist, liest Nick Hornby einzelne Passagen seines Romanes vor. Zwischendurch beantwortet er fleißig die Fragen des Moderators Philipp Schwenke, der - zu Hornbys Freude - mit der unglücklichen Aufgabe beauftragt war, seine pointenreichen Antworten ins Deutsche zu übersetzen. "You never get a laugh!" freut sich Hornby. Um die Frage, ob sich das Publikum insgesamt amüsiert hat, muss sich der Autor allerdings keine Sorgen machen.
(Erstellt am 19. März 2010 - 9:37 Uhr; aktualisiert 19. März 2010 - 15:53 Uhr)
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Kommentare
Nun ja - ich habe ja auch
Nun ja - ich habe ja auch einen guten Musikgeschmack, denn ich bin ein echter Musiker der Ahnung hat!
von daher....
GEHE ICH JETZT LOS UND KAUFE MIR DAS BUCH VON NICK HORNBY!!!!
Bis gleich, bin kurz in der Buchhandlung!
Ja hallo ich bins nochmal...
Ja hallo ich bins nochmal... Jetzt war ich gerade bei der Buchhandlung um mir das Buch von nick Hornby zu kaufen - haben die zu! Was für eine Sauerei, da will man sich einmal im Leben ein Buch kaufen und dann ist die Buchhandlung geschlossen!
Mann ist der bekloppt !!!
Mann ist der bekloppt !!!
Das mag sein, aber dafür
Das mag sein, aber dafür bin ich echt! Ganz im Gegensatz zu so manchen anderen Horstis hier!
Ja...dei "anderen" müssen
Ja...dei "anderen" müssen normal arbeiten...malochen.. um deine Hartz4 Scheiße zu finanzieren...
ich bin ein Künstler!
ich bin ein Künstler!











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