Keine Förderung durch Stadt
Theater der Keller von Schließung bedroht
Eines der ältesten und traditionsreichsten Privattheater der Stadt ist von der Schließung bedroht: In der geplanten Konzeptionsförderung der Stadt Köln für die nächsten drei Jahre ist das 55 Jahre alte Theater der Keller nicht mehr enthalten.
von Julia Schmitz
Noch ist das letzte Wort zwar nicht gesprochen, doch die Zukunft des Theater der Keller sieht alles andere als rosig aus: Sollte der Rat der Stadt Köln in seiner nächsten Sitzung entscheiden, das Haus in der Südstadt aus der Konzeptionsförderung von 2011 bis 2014 auszuschließen, würde das das Ende für das Theater und die dazugehörige Schauspielschule bedeuten.
Dr. Ulrich Wackerhagen, Vorsitzender des Trägervereins des Theaters, sieht die ganze Diskussion in einem Mißverständnis begründet. In den vergangenen Monaten war das Gerücht entstanden, dass Theater der Keller sei insolvent und aus eigenen Stücken nicht mehr überlebensfähig. "Das ist aber falsch", betont Wackerhagen. "Der Standort ist dank eines neuen Mietvertrages bis 2018 gesichert und die Schulden bezahlt."
Auch ARTtheater bedroht
Mit der neuen Intendantin PiaMaria Gehle ist darüber hinaus ein abwechslungsreicher neuer Spielplan in Arbeit, der die hauseigenen Produktionen noch ansprechender für das Publikum machen soll. Gehle ist optimistisch: "Theater muss sich durch Theater retten." Doch ohne den Zuschuß der Stadt Köln, der bisher 170.000 Euro jährlich betrug, hat diese Spielstätte keine Chance.
Das Theater der Keller ist allerdings nicht die einzige Bühne der freien Szene, die Zukunftsängste hat: Auch das ARTheater in Köln-Ehrenfeld, dessen Konzeptionsförderung durch die Stadt ebenfalls ersatzlos gestrichen werden soll, meldet finanzielle Probleme. Das Theater am Sachsenring musste im vergangenen Herbst bereits geschlossen werden, nachdem die Förderung durch die Stadt entfiel.
(Erstellt am 11. März 2010 - 13:40 Uhr; aktualisiert 11. März 2010 - 15:58 Uhr)
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