Podiumsdikussion
Schauspiel-Neubau: Vier Aufzüge für bis zu 700 Besucher
Die Diskussion um Neubau oder Sanierung des Schauspielhauses geht weiter: Am Montagabend kamen Architekten sowie Vertreter von Stadt und Bürgerbegehren zu einer lebhaften Podiumsdiskussion im Domforum zusammen. Baudezernent Streitberger lehnt eine Sanierung grundsätzlich nicht ab.
von Julia Schmitz
"Ich halte die Sanierung des Schauspielhauses auch für eine wünschenswerte Lösung ohne städtebauliche Nachteile", erklärte Baudezernent Bernd Streitberger in einer Podiumsdiskussion des Bund Deutscher Architekten am Montagabend. Gleichzeitig betonte er aber, dass das Modell für einen Neubau zusätzliche Räume und Bereiche enthält, die bei einer Sanierung des bestehenden Gebäudes einfach nicht realisiert werden können.
Auch habe man einen konkreten Ablauf für den Neubau, nicht aber für eine Sanierung vorliegen. Eine Änderung der Pläne würde vor allem eine längere Auslagerung der Spielstätten in Übergangsquartiere bedeuteten, gibt auch Kulturdezernent Georg Quander zu bedenken. Ihm liegt vor allem der internationale Ruf des Theaters am Herzen: "Wir haben eine konkrete Planung, die die Bühne zukunftsfähig machen würde, und das ist mein Hauptanliegen."
Nur vier Aufzüge für bis zu 700 Besucher
Thomas Luczak, Architekt und Mitglied der Initiative "Mut zu Kultur", sieht die Lage anders. Laut seiner Berechnungen könne mit einer Sanierung des Riphahn-Baus rund 100 Millionen Euro eingespart werden, auch die Dauer der Instandsetzung wäre wesentlich kürzer als der Zeitaufwand für einen Neubau: "Man weiß ja nie, was in Köln während der Bauarbeiten so alles passiert."
Das Thema Neubau oder Sanierung des Schauspielhauses wird an diesem Dienstag, 23. März erneut während der Sitzung des Hauptausschusses aufgegriffen werden. Eine Entscheidung über die weitere Handhabung des Bürgerbegehrens soll am 13. April fallen.
(Erstellt am 23. März 2010 - 9:43 Uhr; aktualisiert 23. März 2010 - 13:22 Uhr)
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