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Bestandsaufnahme und Neues auf Zeit

"Stadtlabor" untersucht Kunst entlang der Ringe

Wie viel Kunstwerke schmücken Kölns Ringe? Wie behaupten sie sich gegen Verkehr und Konsum? Und wer sorgt entlang Kölns Vergnügungs- und Kommerzmeile, die zugleich Sorgenkind ist, für Lebensfreude? Diese Fragen wollen drei Künstlerteams im Rahmen des Projekts „Stadtlabor“ beantworten. Jetzt stellten sie ihre Ideen zur Beantwortung dieser Fragen vor.

So will die Gruppe mit Johanna Reich (Künstlerin), Jan Rothstein (Fotograf) und Matthias Hoffmann (Architektur) zunächst einmal eine Bestandsaufnahme aller Kunstwerke aufstellen, die im öffentlichen Raum der Ringe stehen. Die letzte habe es 1983 gegeben, so Rothstein. Manche seien auch schon wieder verschwunden. Danach soll jedes einen QR-Code erhalten, der Fakten und Geschichte jedes Kunstwerks erzählt. Außerdem wird ein Video gedreht, das Ende September auf einer Fläche am Hansaring gezeigt wird – 24 Stunden lang nonstop wird es selber zu einer Skulptur, erklärt Rothstein.

Eine ganze Liste von Ideen wollen die Künstler Boris Sieverts und Uschi Huber umsetzen. Zum Beispiel einen neuen, angemessenen Standort für Wolf Vostells „Ruhenden Verkehr“ suchen. Der 1969 in Beton eingegossene Opel Kapitän steht seit 1989 auf dem Mittelstreifen des Hohenzollernrings. Eigentlich – so die Vorstellung des 1998 verstorbenen Fluxus-Künstlers – sollte sie dem fließenden Verkehr einen Parkplatz wegnehmen.

Auf einem Grünstreifen am Kartäuserwall will das Duo am 21. Juli einen 28 Meter langen Holztisch einweihen: Er wird bis Jahresende nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft einladen, diese bislang eher ungenutze Fläche zu erobern. Am Hohenstaufenring soll ein vergessener Hinterhofpark mit Kölns ältester Kastanie für kurze Zeit wieder zu besuchen sein. Am 17. Juli werden 50 Radfahrer mit einem mobilen Konzert dem Straßenlärm Konkurrenz machen.

Denkmale für Helden des Alltags

Ganz den Menschen, die das Image der Ringe bestimmen, widmet sich Solist Frank Bölter. Noch verrät er nur einen Namen: Dietlinde Schumacher, die seit 36 Jahren das Büdchen auf dem Yitzhak-Rabin-Platz betreibt. Dank ihr sei Kölns ältester Kiosk zu einer „Oase der Lebensfreude“ und zum „Herzen der Gegend“ geworden. Ihr und acht weiteren (Ring-)„Helden des Alltags“ will er auf den neun Ringabschnitten mit Schautafeln ein Denkmal setzen.

„Stadtlabor“ wurde 2012 ins Leben gerufen. Es soll die Wirkung von Kunst im öffentlichen Raum untersuchen. Die dabei erarbeiteten Leitlinien wurden inzwischen vom NRW-Städtetag beispielhaft aufgegriffen. Vom ersten Projekt ist die Diskussion um die Domspitze vor dem Domforum geblieben – auf einen neuen Standort hat man sich immer nicht geeinigt. Das zweite Projekt führte durch eine intensive Bürgerbeteiligung zu einer Belebung und Umgestaltung des Platzes vom Düxer Bock in Köln.

Für das aktuelle Vorhaben „Kölner Ringe“ stellt die Stadt 60.000 Euro zur Verfügung. Ab kommenden Montag informiert die Internetseite www.stadtlabor-koeln.de über aktuellen Stand, Fortschritt und Termine. (js)

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