Energetischer Rock-Pop-Metal-Mix
Papa Roach lassen Mädchen kreischen
Nu-Metal, Punkeinflüsse und satter, schneller Power-Rock-Pop - Papa Roach entfachten am Montagabend in der ausverkauften Live Music Hall eine riesige Stimmung. Während sich die weiblichen Fans heiser kreischten, brachten ihre Freunde den Moshpit vor der Bühne in Aufruhr.
Von Helmut Löwe
Bildergalerie: Papa Roach, Filter und In This Moment in der Live Music Hall
Die Stimmung während des Auftrittes der Band um Sänger war grandios, das Publikum tanzte und sprang nahezu ununterbrochen - die ständig steigenden Temperaturen zeugten von reichlich Aktivität. Da war es kaum ein Wunder, dass die Sicherheitskräfte immer wieder vollkommen erschöpfte junge Mädchen aus den dicht mit weiblichen Teenies durchsetzten ersten Reihen über die Absperrung aus dem Getümmel zogen. Was die Nachwuchsrockerinnen allerdings nicht daran hinderte, sich in Begleitung ihrer Mamis wieder von hinten erneut in die wogende Menge zu drängen, um ihren Helden nahe zu sein und drauflos zu kreischen.
Metalkracher und stadiontauglicher Power-Rock-Pop
Das Songmaterial des Konzerts reichte, wie die Bandbreite der Papa-Roach-Alben auch, von Metalkrachern wie "Dead Cell" oder "Between Angels and Insects" vom 2000er Superseller "Infest" bis hin zum stadiontauglichen Power-Rock-Pop-Gemisch mit eingängigen Refrains und Chorgesang. Deutlich wurde die stilistische Entwicklung der Band von der Nu-Metal-Ecke bis hin zum charttauglichen und massenkompatibleren Rocksound, wie ihn viele Songs der neuen Scheibe "Metamorphosis" repräsentieren: Titel wie "Hollywood Whore", "Lifeline" oder "Had enough" könnten problemlos auf jeder High-School-Party zum Einsatz kommen, ohne bei Popfans Animositäten zu wecken.
Dies mag die Fans der ersten Papa-Roach-Stunde zwar nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinreißen, doch dem Erfolg der Musik und der Band ist dies keineswegs abträglich. Selbst, wenn man einer Wendung von einer metallastigen hin zu einer stadionrockambitionierten Band mit Neigungen zu Sounds à la Bon Jovi oder Aerosmith nicht gutheißen kann, so konnte man sich an diesem Abend der zum Teil überbordenden Konzertatmosphäre nicht verschließen. Ein ordentlicher und energiegeladener Auftritt der Amerikaner, der mit reichlich "Papa Roach"-Rufen und Applaus bedacht wurde.
Setlist Filter:
- Welcome to the Fold
- The Take
- Drugboy
- Trip like I do
- Take a Picture
- So I quit
- Jurassitol
- Hey Man, nice Shot
Setlist Papa Roach:
- Days of War
- Change or die
- Broken Home
- To be loved
- Getting away with Murder
- The World around you
- Forever
- Lifeline
- Hollywood Whore
- Had enough
- Time is running out
- She loves me not
- Alive
- Dead Cell
- Between Angels and Insects
----------
- Scars
-
I Almost Told You That I Loved You
- Last Resort
(Erstellt am 21. April 2009 - 15:14 Uhr; aktualisiert 21. April 2009 - 17:32 Uhr)









Kommentar hinzufügen