Neues System der Lichtfilterung
Museum Ludwig zeigt Meisterwerke der Fotografie
Sie werden in jeder Kunstgeschichte der Fotografie erwähnt, doch fürdie Öffentlichkeit waren sie bisher nur in kurzen Sonderschauen zu sehen: Dankeines neuen Lichtfilterungssystems zeigt das Museum Ludwig ab dem 1. August nun bis Januar 2010 berühmte Meisterwerke aus der hauseigenen Fotografischen Sammlung.
Die rund 60 Spitzenwerke der Fotografie aus dem 20. Jahrhundert sind in kleinen, thematisch passenden Gruppen angeordnet. So hängen in der Gruppe "Liebespaare" unter anderem berühmte Bilder von Henri Cartier-Bresson und Chargesheimer, während unter dem Titel "Künstlerportraits" Aufnahmen von Otto Dix und Pablo Picasso gezeigt werden. Auch bekannte Namen wie Man Ray, Alfred Stieglitz und August Sander sind zahlreich vertreten.
Auch zu den Themen "Großstadt", "Nachtleben" und "Krieg und Elend" finden sich zahlreiche Beispiele in der Fotografischen Sammlung. So zeigt das Museum unter anderem die Aufnahme "Heimatlose Mutter" von Dorothea Lange aus dem Jahr 1936, die auf beklemmende Weise das Leid der damaligen Weltwirtschaftskrise in Amerika zum Ausdruck bringt.
Rund 40.000 Fotografien
Das Museum Ludwig besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte der Fotografie, die rund 40.000 Abzüge beinhaltet. Vollständig vorhanden sind auch die Sammlungen Lebeck, Agfa und L. Fritz Gruber, dessen fotografisches Werk das Museum im Jahre 1977 erwarb.
Aufgrund der hohen Lichtempfindlichkeit konnten die fotografischen Schätze bisher nur in kurzen Sonderausstellungen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dank eines neuartigen Systems der Lichtfilterung können die Werke nun jedoch für eine längere Zeitspanne im zweiten Stock des Museums in einer weiträumigen, hellen Galerie gezeigt werden.
Auch in Zukunft soll in den Räumlichkeiten der Schwerpunkt auf der Fotografie liegen. Geplant sind unter anderem Ausstellungen zu Arbeiten des 19. Jahrhunderts sowie Werkschauen einzelner Künstler. (js)
(20. Juli 2009 - 8:47)
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