Einzigartiger Fund
Römisch-Germanisches zeigt Tisch aus Goldglasmosaik
Köln (ddp-nrw). Das Römisch-Germanische Museum Köln zeigt ab Freitag einen weltweit einzigartigen spätrömischen Tisch aus Goldglasmosaik.
Das Objekt wurde vor vier Jahren bei Ausgrabungen in einer herrschaftlichen Villa am Rand der Stadt Caesarea Maritima im heutigen Israel gefunden, wie ein Museumssprecher am Montag mitteilte.
Die Stadt zwischen Tel Aviv und Haifa wurde von Herodes dem Großen gegründet, der heute vor allem aus der Weihnachtsgeschichte der Bibel bekannt ist. Mit massivem finanziellem Aufwand ließ der Herrscher eine Stadt nach dem Vorbild Roms entstehen - mit Theater, Rennbahn, Thermen, Palästen und Tempeln. Nach seinem Tod wurde Caesarea Sitz der römischen Repräsentanten, zu denen auch Pontius Pilatus gehörte.
Seit dem späteren 3. Jahrhundert wurde die Siedlung auch zum kulturellen und geistigen Zentrum, das viele Intellektuelle anzog. Der Bedeutung der Stadt entsprach ihr Reichtum, der sich in großen und mit prächtigen Mosaiken ausgestatteten Häusern der führenden Familien ausdrückte.
In einer dieser Villen wurde der Goldglastisch gefunden. Platten aus türkisfarbenem und Goldglas bilden den Rahmen des Tisches. Im Mittelfeld ordnen sich Quadrate, Dreiecke und schmale Rechtecke aus Glas zu einem geometrischen Muster.
Das Römisch-Germanische Museum stellt das vor kurzem restaurierte Objekt bis 15. Februar 2010 aus. Geöffnet ist täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr.
(Erstellt am 12. Oktober 2009 - 14:27 Uhr; aktualisiert 13. Oktober 2009 - 9:56 Uhr)
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