Aus der Sammlung Daniela Mrázkowa
Neue Ausstellung im Museum Ludwig zeigt sowjetische Fotografien
Köln (ddp-nrw). Eine Sammlung mit Werken der bedeutendsten sowjetischen Fotografen ist ab heute (23. Oktober) im Museum Ludwig in Köln zu sehen. Unter dem Titel «Politische Bilder. Sowjetische Fotografien 1918-1941» sind nach Museumsangaben bis zum 31. Januar 2010 über 200 Aufnahmen ausgestellt.
Bildergalerie: Eindrücke der Ausstellung
Bei der Präsentation handele es sich um die im vergangenen Jahr erworbene Sammlung der in Prag lebenden Publizistin und Kuratorin Daniela Mrázkowá. Sie habe in den 1960er und 1970er Jahren eine Sammlung der bedeutensten sowjetischen Fotografen wie Alexsandr Rodtschenko, Arkadij Schajchet, Boris Ignatowitsch, Maks Al'pert sowie Georgij Petrusow und anderen zusammengetragen.
Viele Fotografen seien Rodtschenkos Beispiel gefolgt und hätten ungewohnte Bildausschnitte gewählt, hieß es. Auch arbeiteten sie mit extremen Pespektiven und entdeckten «neue» Motive beim industriellen Aufbau des Landes, im Großstadtleben und bei den vielen ethnischen Volksgruppen der Sowjetuion. Ab Ende der 1920er Jahre sei das kreative Potential dieser Avantgarde stark reglementiert und zunehmend in die ideologische Propaganda des «Sozialistischen Realismus» hineingedrängt worden. In diesem Prozess der radikalen Umgestaltung aller Lebensbereiche habe die Fotografie als künstlerisches Medium, als Dokumentarfotografie und als publizistisches Mittel der Propaganda, das vor allem das große Heer der Analphabeten zu erreichen hatte, eine herausragende Rolle gespielt.
Das Museum Ludwig ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet neun Euro, ermässigt sechs Euro.
(Erstellt am 23. Oktober 2009 - 13:22 Uhr; aktualisiert 23. Oktober 2009 - 14:31 Uhr)
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