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Ausstellung im Wallraf-Richartz-Museum

Jakob Ignaz Hittorff: Der Kölner, der das moderne Paris schuf

Wer mit dem Thalys von Köln nach Paris fährt, steigt dort im prachtvollen Gare du Nord aus. Was die wenigsten wissen: Er wurde vor fast 150 Jahren nach Plänen des Architekten Jakob Ignaz Hittorff gebaut. Was noch weniger wissen: Ohne ihn wäre das moderne Paris nicht denkbar. Eine Ausstellung im Wallraff-Richartz-Museum erinnert jetzt an ihn.

Vorweg: Wer mehr über Hittorff (geboren 1792 in Köln, gestorben 1867 in Paris) wissen will, läuft in Paris, wo er seit seinem 18. Lebenjahr lebte und arbeitete, ins Leere. Sein Sohn vermachte Köln den gesamten Nachlass: Rund 1.500 Bücher und zahlreiche archäologische Funde werden seitdem in der Universität aufbewahrt, gut 7.000 Zeichnungen und Schriftdokumente im Wallraf-Richartz-Museum. Aus diesem Schatz konnte Kurator Thomas Ketelsen jetzt schöpfen.

Auf den ersten Blick eine nüchterne Ausstellung mit exakten architektonischen Zeichnungen und Entwürfen. Doch sie erzählen die spannende Geschichte von der Gestaltung des Place de la Concorde im Herzen der Seine-Metropole. Ein historisch bedeutsamer und blutiger Ort: Hier wurden während der französischen Revolution 2.500 Menschen unter die Guillotine geführt – auch Ludwig XVI.

Als 1814 nach Napoleon die Bourbonen wieder an die Macht kamen, wollten sie dort den hingerichteten König mit einem Reiterdenkmal rehabilitieren. Wie genau? Ein Fall für Hittorff – der durfte auch weiter machen, als die Revolution von 1830 die Bourbonen wegfegte und Bürgerkönig Louis-Philippe I. an die Macht kam. Und der hatte anderes vor.

Zwei Jahrzehnte dauerte es, bis der Platz seine heutige Gestalt erhielt. An zahlreichen Plänen und Detailskizzen – dazu noch zahlreiche historische Fotos – lässt sich verfolgen, wie Ideen entwickelt, verworfen oder umgesetzt wurden. Zentraler Punkt wurde schließlich der 3200 Jahre alte und 22 Meter hohe Obelisk, den der ägyptische Pascha Mehmed Ali Frankreich als Dank dafür schenkte, dass der Franzose Francois Champollion die Hieroglyphen entziffert hat – der Obelisk als Symbol für Paris als der Standort moderner Wissenschaft und Technik. Worauf der Ausstellungstitel „Paris erwacht“ anspielt.

Hittorff entwarf auch die beiden reich geschmückten Brunnen, die den Obelisken flankieren, und die 100 Kandelaber: Sie machten den Platz zum weltweit ersten, der mit dem nur zehn Jahre zuvor „erfundenen“ Gaslicht beleuchtet wurde. Unterstützt wurde er bei dieser Arbeit von Architekturstudenten aus den USA – die diesen Stil dann in ihre Heimat brachten, nach Washington etwa oder Chicago. Leider nicht nach Köln, ist man versucht zu sagen. (js)

Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde“ – bis 9. Juli 2017, Wallraf-Richartz-Museum, Obermarspforte, Di-Fr 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr (außer an Feiertagen), Sa und So 11 bis 18 Uhr, Eintritt 9/5,50 Euro, Katalog 12 Euro

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