200 Werke ausgestellt
Große Sigmar Polke-Schau im Museum Ludwig
Mit Sigmar Polke lebt die Kunst der Pop-Art weiter: Übermalte und verfremdete Fotografien gehören ebenso zu seinem Werk wie das großflächige Punktraster. Dank einer Schenkung der Sammler Ulrich Reininghaus und Anna Friebe-Reininghaus kann das Museum Ludwig nun ab dem 4. Juli rund 200 Editionen des Künstlers ausstellen und besitzt damit gleichzeitig eine der größten Sammlungen Polkes in ganz Europa.
Die Ausstellung umfasst das 40 Jahre umfassende Werk des aus Niederschlesien stammenden Künstlers. Seltene und von Sammlern begehrte Drucke werden ebenso ausgestellt wie in hundertfacher Auflage gedruckte Zeitungsseiten.
Polke arbeitet mit ungewöhnlichen Mitteln: noch während der Blütezeit von Druck und Grafik Ende der 1960er Jahre entdeckte Polke den Offsetdruck für sich und verband auf diese Weise das Massenmedium Zeitung mit der Kunst.
Durch das vergrößern, verfärben und übermalen von Bildern mittels Siebdruck oder Kopierern zieht Polke die ursprünglichen Fotografien aus ihrem Zusammenhang und setzt sie in einen neuen Kontext.
Die Ausstellung im Museum Ludwig läuft vom 4. Juli bis zum 27. September.
(Erstellt am 3. Juli 2009 - 10:25 Uhr; aktualisiert 3. Juli 2009 - 14:33 Uhr)
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