Rathausplatz
Finanzierung des jüdischen Museums gescheitert
Nun ist es offiziell: Der private Trägerverein zur Finanzierung eines jüdischen Museums vor dem Rathaus kann nicht genügend Geld für den Neubau auftreiben. Der Stadtrat überlegt nun, ob die Stadt einspringen kann.
Die "Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur" kann den Bau des neuen jüdischen Museums am Rathausplatz nicht finanzieren. Die Stadt bestätigte am Donnerstag den Erhalt eines Schreibens mit einer Aufhebung der Finanzierungszusage. Grund für den Rückzug sei die allgemeine wirtschaftliche Situation. Diese habe die in Aussicht gestellten Spenden hinfällig werden lassen.
"Um für die Beteiligten eine stabile Entscheidungsgrundlage zu schaffen, erklären wir hiermit, dass wir zu unserem großen Bedauern von der Finanzierung des Baues und dessen Betrieb als Museum Abstand nehmen müssen und auch tun." heißt es in dem Schreiben.
Der Kölner Stadtrat entscheidet nun, ob die Stadt einspringt und die Finanzierung übernimmt. Sollte dies der Fall sein, ist jedoch unklar, ob das Museum in der ursprünglich geplanten Form gebaut wird. Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) setzt sich für eine kleinere Ausführung des Baus ein, die dann Teil der von der Stadt finanzierten "Archäologischen Zone" wäre. Der Rat will jedoch erst nach der Kommunalwahl am 30. August eine Entscheidung treffen.
(Erstellt am 3. Juli 2009 - 12:42 Uhr; aktualisiert 5. Juli 2009 - 10:49 Uhr)
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