Fehlende Baugenehmigung
Konzerte im Limelight bleiben verboten
Das Limelight in Junkersdorf bekommt eine Baugenehmigung, jedoch nur für seine Gastronomie. Wie Baudezernent Bernd Streitberger am Montag im Hauptausschuss der Stadt mitteilte, werden zukünftig keine Veranstaltungen bis spät in die Nacht mehr gestattet.
Konzerte und Partys, die zum Teil erst im Morgen endeten, würden nicht mehr gestattet. Auch dürfen Veranstaltungen zukünftig nicht mehr mit einem großen Publikumsandrang verbunden sein. Der Grund: Die Lärmbestimmungen bei starkem an- und abfließdenen Verkehr könnten nicht eingehalten werden.
Strafanzeige gegen die Stadt
Das Bauaufsichtsamt der Stadt Köln hatte das Limelight am 16. Juli aufgrund einer fehlenden Baugenehmigung geschlossen und ist damit bei dem ehemaligen Insolvenzverwalter und Verkäufer des Limelights, Ralf Schmitz, auf Empörung gestoßen: "Ich habe mir schriftlich von der Stadt bestätigen lassen, dass die Baugenehmigung fortbestehen wird." Der Anwalt sieht die Stadtverwaltung im bewussten Rechtsbruch und hat bereits Strafanzeige erstattet.
Erst im September 2009 hatte das Limelight neu eröffnet, nachdem Betreiber Hans-Peter Linder im Jahr 2005 Insolvenz anmelden musste. Regelmäßig fanden hier Konzerte, Partys, Ausstellung und Anwohnertreffen statt, die für viele Kölner ein fester Programmpunkt waren. Noch im März 2010 stand hier der britische Popstar Robbie Williams für ein Geheimkonzert auf der Bühne und bezeichnete die Veranstaltungshalle als "Weltklasse".
Auch bei den Anwohnern und vielen Künstlern stößt die Schließung des Limelights auf Empörung. Neben einer Unterschriftensammlung und Beschwerdebriefen gab es vergangenen Donnerstag in Junkersdorf eine Demonstration gegen die Schließung des Veranstaltungszentrums. (rg)
Foto: www.bilderbuch-koeln.de
Das Video zur Demonstration auf center.tv:
(Erstellt am 27. Juli 2010 - 12:41 Uhr; aktualisiert 27. Juli 2010 - 14:33 Uhr)
Schon gelesen?
Vorheriger Artikel: Top-Bewertungen für Schauspiel Köln









Kommentar hinzufügen