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Buchpräsentation auf Buchmesse

Günter Wallraff deckt dunkle Seiten der "schönen neuen Welt" auf

Seine Undercover-Reportagen deckten Mißstände auf, die sonst unentdeckt geblieben wären: Seit Ende der 1960er Jahre begibt sich Günter Wallraff regelmässig in die sozialen Dunkelzonen Deutschlands. Auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte er am Mittwoch sein neues Buch "Aus der schönen neuen Welt".

Von Julia Schmitz

"Ich freue mich immer wieder, wenn ich mich anonymisieren kann, da fühle ich mich authentischer“, so Günter Wallraff am Mittwochmorgen auf einer Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse. In diesen Tagen erscheint sein neues Buch "Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere".

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Auch für seine neuen Reportagen nahm der Journalist, der bereits seit Ende der 1960er Jahre immer wieder undercover arbeitet, deshalb erneut verschiedene Identitäten an und verschaffte sich so einen Blick hinter die Kulissen verschiedener deutscher Arbeitgeber. Doch auch die hartnäckig festsitzend scheinenden Vorurteile der Deutschen gegenüber Ausländern gerieten diesmal in seinen Fokus.

Bittere Realität

Mittels eines neuartigen Sprühverfahrens verwandelte sich der Kölner Autor im Handumdrehen in einen Schwarzen – und musste sich fortan mit verdecktem, aber auch offenen Rassismus abgeben. So sei es als Farbiger trotz exzellenter Deutschkenntnisse äußerst, schwer eine Wohnung oder einen Job zu finden, auch wenn man dies selten bis gar nicht direkt gesagt bekäme, kritisierte Wallraff. Auch rassistische Beschimpfungen und abwertende Blicke auf der Straße seien nicht unüblich.

Auf seinen weiteren "Ausflügen" in die "sozialen Dunkelzonen dieses Landes" stieß Wallraff ebenfalls auf erschreckende Zustände an den Rändern der deutschen Gesellschaft. So arbeitete er unter anderem eine Zeit lang in einer Brotfabrik, einem Callcenter, bei der Deutschen Bahn oder in der beliebten Kaffeehauskette "Starbucks", deren Mitarbeiter den Kaffee zwar stets mit einem Lächeln servierten, hinterrücks jedoch unter den fast schon sklavisch anmutenden Arbeitsbedingungen zu leiden hätten, berichtet Wallraff.

Dass seine Recherchen nicht nur einen gesellschaftlichen Aufschrei und somit Fortschritte mit sich bringen, ist ihm bewusst; schon oft gingen die von ihm entlarvten Unternehmen gerichtlich gegen ihn vor. Doch Wallraff bleibt diesbezüglich optimistisch: "Bisher habe ich jeden Prozess gewonnen. Sollen sie mich doch verklagen – ich habe gute Anwälte!"

Günter Wallraff. „Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere“. Taschenbuch, 336 Seiten. 13,95 Euro.(Jetzt bei Amazon bestellen)

(Erstellt am 14. Oktober 2009 - 10:52 Uhr; aktualisiert 14. Oktober 2009 - 12:39 Uhr)


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Kommentare

Sehr Geerte Frau Gerlinde

Sehr Geerte Frau Gerlinde Müller!
Bitte senden sie mir doch ihre mail adresse oder eine telefon nummer zu wo ich sie zu ereichen bekomme.
PS:Es dreht sich um das wohle vom jason bitte um eile.MFG.
michale_pfeiffer@windowslive.com

Sehr Geehrte Frau Gerlinde

Sehr Geehrte Frau Gerlinde Müller!
Geben sie mir ihre mail adresse oder eine telefon nummer wo ich sie ereichen kann,es dreht sich zum wohle ihres enkel kides jason.

Sehr geehrte Frau

Sehr geehrte Frau Armand,

schön, dass Sie geantwortet haben. Frau Gerlinde Müller aus Mannheim, die Großmutter von Jason Müller ist damit einverstanden, dass Herr Romer mit einbezogen wird. Wir bitten Sie jedoch sehr herzlich, nichts zu unternehmen, ohne Absprache mit uns. Gerlinde befürchtet Repressalien durch Mitarbeiter des Jugendamtes Mannheim.

Nach meiner Ansicht, nimmt man Gerlinde Müller nicht für voll seitens des Jugendamtes. Mich hat sie um Beistand gebeten, weil ich in der Erwachsenen Psychiatrie einige Erfahrungen im Umgang mit professionellen Anbietern und Behörden bin. Wenn Sie meinen Namen googln, können Sie einges über mich erfahren.

Das Sorgerecht für Jason hat das Jugendamt Mannheim. Gerlinde hat bis zum OLG Karlsruhe um das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei ihr gekämpft. Sämtliche Unterlagen, die ich habe finden Sie im Anhang.

Auf Betreiben des Jugendamtes wurde ein Gutachten erstellt. Jason wurde von einer Richterin befragt und hat sich ganz klar für das Wohnen bei der Oma entschieden. Der Wille des Kindes ist nicht berücksichtigt worden. Das OLG hat entschieden, dass Jason vor genau 14 Tagen, auf das Betreiben des Jugendamtes Mannheim in den Sperlingshof eingewiesen wurde. Er empfindet die als "Knast" und kann nicht verstehen, warum er nicht bei der Oma bleiben darf. Jason ist 9 Jahre alt. Der Sperlingshof muss in einem ziemlich desolaten Zustand sein. Kein Ort, wo sich ein Kind, dass laut Gutachten traumatisiert ist, wohlfühlen kann und wo man aus ihm einen selbstbewußten Mensch macht.

Er weint nur und ißt kaum etwas. Das Jugendamt verwendet das Kind als Druckmittel gegen die Oma. Der Gesundheitszustand ist bedenklich.

Nach einigem hin und her hat sich nun das Jugendamt entschlossen, Jason in ein Heim nach Heidelberg zu verlegen. Der Oma wurde angedroht, dass sie erst einmal 4 Wochen Kontaktsperre zu Jason haben soll.

Kontaktsperren kenne ich nur bei Suchterkrankten, wenn sie ein Konzept unterschrieben haben, aber nicht bei einem Kind, dass angeblich essgestört und traumatisiert ist. Lt. ZI-Mannheim.

Bei uns in Rheinland-Pfalz gilt "Ambulant geht vor stationär" und er muss gemeindenah untergebracht werden. Ambulante Hilfen sind für Jason noch bei weitem nicht ausgeschöpft worden. Wahrscheinlich bringt eine Heimunterbringung zeitliche Vorteile für den Betreuer des Jugendamtes.

Was hier geschieht ist nach meiner privaten Meinung menschenverachtend.

Herzliche Grüße
Wolfgang Kluck

Akazienweg 13
53567 Asbach
02683/4941 Lieber Herr Wallraff,ich bin die Oma von Jason,ich bitte sie Helfen sie Jason,das Jugendamt treit ein spielchen auf kosten von Jason's Gefühlen...Bitte wenden sie sich an Wolfgang Klucke,er ist mein Beistand..Bitte lassen sie die Hilferufe von Jason nicht unbeachtet..Mflg Jason$Gerlinde Müller.

Wahnsinn,typisch unser

Wahnsinn,typisch unser Jugendamt...
mein Enkel iss 3 Jahre und leidet ohne Ende und die machen nix,schauen zu,bis es zu spät ist...ich drücke die Daumen ,das der Alptraum bald vorbei iss..

LG

Persönliches Lob an die

Persönliches Lob an die Autorin, deine Artikel werden immer besser. Weiter so! Smile

Ich hoffe sehr, dass Günter

Ich hoffe sehr, dass Günter Wallraff gesundheitlich stark genug ist, um sich weiterhin für benachteiligte Menschen einzusetzen. Wir brauchen einen wie ihn dringend. Wenn ich mir Typen wie Henkel, Naujoks oder Fuchs ansehen muß, so kostet mich das riesige Überwindung - einfach ekelhaft!!!

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