Auf Bedrohung aufmerksam machen
Kölner Zoo feiert Sonntag den Nashorntag
Am Sonntag ist Nashorntag! Dann dreht sich im Kölner Zoo alles um die gehörnten Dickhäuter, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. Mit einem Stationen-Parcour, einer großen Mal- und Bastelaktion, einer kostenlosen Führung um 11 Uhr und einer Tierpfleger-Sprechstunde (14.30 Uhr) wird auf das Schicksal der grauen Riesen aufmerksam gemacht.
Wilderei hat wieder zugenommen
Schon in den 1960er Jahren waren insbesondere die afrikanischen Nashörner in ihrem Bestand gefährdet. Dank strenger Schutzmaßnahmen konnte er aber wieder auf fast 5.000 Tiere gesteigert werden. In den letzten Jahren aber hat die Wilderei wieder zugenommen, im vorigen Jahr wurden fast 450 Nashörner abgeschlachtet. In diesem Jahr droht diese Zahl noch überboten zu werden.
Die Wilderer sind allein an den Hörnern interessiert. Diese spielen eine große Rolle in der traditionellen chinesischen Medizin. So sollen sie zum Beispiel die Potenz fördern, neuerdings werden sie auch als Heilmittel gegen Krebs gepriesen. Ein Horn kann leicht über 300.000 Euro bringen. Dabei besteht es aus nichts anderem als Keratin, dem Stoff, aus dem auch die menschlichen Haare und Fingernägel sind.
Auch aus deutschen Museen wurde die imposante Nasenverlängerung schon gestohlen. Deshalb wurde auch der Schutz von Taco verstärkt. Der Spitzmaulnashorn-Bulle ist derzeit das einzige Nashorn im Kölner Zoo. Seit vor drei Jahren sein Weibchen starb, genießt der 17-Jährige Einzelgänger es, allein in seinem Gehege herumzustreifen. (js)
(Erstellt am 27. September 2012 - 16:06 Uhr; aktualisiert 27. September 2012 - 22:22 Uhr)
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Kommentare
...aber nicht vergessen, vor
...aber nicht vergessen, vor der routinemäßigen Reinigung des an das Freigehege grenzenden Unterschlupfs die Tiere auszusperren, ja? Sonst...






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