Rot-Grüner Kandidat bei 58,6 %

Kölner Wahl-Umfrage: Roters klar vorne

Zwei Wochen vor der Kommunalwahl in Köln am 30. August hat Jürgen Roters (SPD) die besten Aussichten, die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen. Dies berichten der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und "EXPRESS" in ihren Samstag-Ausgaben. Der gemeinsame Kandidat von SPD und Grünen kommt auf 58,6 Prozent der Stimmen. CDU-Bewerber Peter Kurth liegt bei 30,3 Prozent. Für den FDP-Kandidaten Ralph Sterck würden 6,3 Prozent stimmen. Markus Kurt Beisicht von „pro Köln“ landet mit 1,6 Prozent sogar noch hinter Dr. Martin Müser (Freie Wähler/Kölner Bürger Bündnis) mit 3,2 Prozent.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Omniquest im Auftrag des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und des Kölner „Express“. Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) nennen keinen Kandidaten. 15,8 Prozent haben sich noch nicht entschieden. „Hier steckt noch eine Unbekannte, die Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben könnte“, so die Meinungsforscher. Amtsinhaber Fritz Schramma (CDU) stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl.

Im Vergleich zur Umfrage im März, bei der Roters auch gegen den damaligen CDU-Kandidaten und Amtsinhaber Fritz Schramma mit 50 Prozent klar vorn gelegen hatte, legt der rot-grüne Kandidat noch einmal 8,6 Prozentpunkte zu. Am stärksten ist er im Stadtbezirk Innenstadt (67,3 %), am schwächsten im Bezirk Kalk mit „nur“ 46,9 Prozent.

Hier erreicht Kurth mit 42,2 Prozent seinen stärksten Wert, in der Innenstadt kommt er nur auf 23,6 %. Sterck schneidet in Rodenkirchen am besten ab (9,8 %), Beisicht in Ehrenfeld (3,7 %), Müser auch in Rodenkirchen (5,3 %).

Bei Männern (30,4 %) und Frauen (30,2 %) kommt Kurth gleich gut an. Roters hat mit 61,4 zu 55,7 Prozent klare Vorteile bei Frauen. Bei Sterck würden mehr Männer ihr Kreuzchen machen als Frauen (8 zu 4,7 %).

Bei den Wahlen zum Stadtrat liegt die CDU mit 30,2 Prozent vorn, gefolgt von der SPD mit 26,4 Prozent. Für die Grünen würden 24,9 Prozent stimmen. Sie profitieren am stärksten von der Schwäche der SPD, deren negativer Bundestrend sich auch auf die Kommunalwahl auswirken könnte. Rot/Grün kann insgesamt aber mit einer Mehrheit im Rat rechnen, so das Umfrageergebnis.

Die FDP bringt es auf 9,9, die Linkspartei auf 3,7 Prozent. Die rechtsextreme Organisation Pro Köln liegt bei 1,6 Prozent. Bei der Stadtratswahl ist die Zahl der Unentschlossenen mit 26,9 Prozent noch höher als bei der OB-Wahl.

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