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Groteske über Verfassungsschutz zweimal ausgezeichnet

Kölner Theaterpreise 2012 verliehen

Bestes schauspielerisches Können scheint keine Garantie für einen Bühnenauftritt zu sein: „Engagiert uns!“, riefen Rebekka Madita Hundt und Aischa-Lina Löbbert dem Publikum zu. Hundt war gerade zur besten Kölner Schauspielerin des Jahres gekürt worden, Löbbert zur besten Nachwuchs-Schauspielerin. Zum 23. Mal wurden im Komed-Haus die Kölner Theaterpreise verliehen.

Insgesamt 110 Inszenierungen haben sich die – für jede Kategorie unterschiedlichen – Jurys im laufenden Jahr angesehen. Das Nö-Theater wurde gleich zweimal ausgezeichnet: für das beste Theaterstück und für das beste politische Theater. Seine Inszenierung „V wie Verfassungsschutz“ hat neben der unbestreitbaren künstlerischen Qualität auch von der Aktualität profitiert.

In jeder Kategorie gab es mehrere Nominierungen. Während hier die Gewinner im Oscar-Stil mit „The winner is...“ angekündigt wurden, standen die Sieger des Ehrentheaterpreises schon lange fest: Er ging an das „N.N. Theater“, das richtige Geschenk zum 25. Geburtstag der Tourneetruppe. Einig waren sich alle Redner, dass die regenfeste Compagnie viel zu selten in Köln auftritt. koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann überreichte für NetCologne das Preisgeld.

Moderator Hans-Georg Bögner, Geschäftsführer der gastgebenden SK Stiftung Kultur, mahnte die anwesenden Politiker, die anwesenden Politiker, die freie Szene auch in Zeiten knapper Gelder ausreichend zu unterstützen. Als Beweis für die Qualität der Kölner Theater und freien Ensembles verwies er auf deren zahlreiche Auftritte im In- und Ausland sowie internationale Auszeichnungen.

Der Einlass zu der Veranstaltung war – aus feuerpolizeilichen Gründen – erstmals begrenzt, sodass ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Die SK Stiftung Kultur verdoppelt den Betrag. Der Erlös kommt in Gedenken an den vor wenigen Wochen verstorbenen Dirk Bach der Kölner Aids-Hilfe zugute.

Kölner Theaterpreis:

„V wie Verfassungsschutz“: „Wenn die Bühne der Wahrheitsfindung näher zu kommen scheint als die Realität, ist das ein seltenes Wunder“, lobt die Jury die Produktion des Nö-Theaters, inszeniert von Janosch Roloff. Besonders hervorgehoben werden der „Einsatz der gestalterischen Mittel“ und das „Feuerwerk an wirklich originellen Regieeinfällen“. Das Preisgeld von 10.000 Euro wird von der Sparkasse KölnBonn, dem Kölner Kulturamt und dem Mediziner Manuel Cornely gesponsert.

Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis

„Emil und die Detektive“: Frank Hörner lässt in seiner Inszenierung für Comedia-Theater den Kästner-Klassiker von drei Strafgefangenen in einer JVA spielen. „Plötzlich ist alle Sentimentalität aus den Augen gewischt, und die Bühnenhandlung erhält Szene für Szene einen doppelten Boden“, zeigte sich die Jury begeistert. Seit zwei Jahren spendet die GAG das Preisgeld von 5.000 Euro.

Kölner Tanztheaterpreis

„Exuviae“: Die Tanz-Rauminstallations-Performance von Yoshie Shibahara überzeugte die Jury, „Weil sie mit den sehr zeitgemäßen Themen Wahrnehmung und Kunstbetrieb ein freundlich verschmitztes Spiel treibt, das originell ist und keinen besserwisserischen, sondern einen einladenden Gestus pflegt“. Die 5.000 Euro Preisgeld stiftete die Tanzsociety des Kölner Kunstsalons.

Kurt-Hachenberg-Preis für politisches Theater

„V wie Verfassungsschutz“: Die Produktion des Nö-Theaters „formuliert eine scharfe politische Kritik mit theatralen Mitteln, der die komödiantische Verkleidung nichts von ihrer Schärfe nimmt“, heißt es in der Jury-Begründung. Den mit 5.000 Euro dotierten Preis hat die Freie Volksbühne Köln ausgeschrieben.

Kölner Darstellerpreis

Rebekka Madita Hundt: „Natürlicher, als Hundt ihre Rollen spielt, geht es kaum: Deshalb wird die Schauspielerin eigentlich in jedem Stück zur Identifikationsfigur“, sagte die Jury, die die Preisträgerin unter anderem in „Der goldene Drachen“, „Schwarze Milch oder: Klassenfahrt nach Auschwitz“ und „Clyde und Bonnie“ gesehen hat. Der JTI-Konzern trägt das Preisgeld von 5.000 Euro.

Puck 2012 – Nachwuchspreis für junge Schauspielerinnen und Schauspieler

Aischa-Lina Löbbert: Ihr Auftritt in „Kaltes Land“ riss die Jury zur Lobeshymne hin: „Aischa-Lina Löbberts Darstellung ist überragend. Sie ist überaus präzise. Sie spricht eine karge poetische Sprache, sie zwingt uns als Zuschauer hinzuschauen und hinzuhören“. Die 28-Jährige kann sich über 2.500 Euro, gestiftet von der Rheinenergie, und einen „Pokal“ freuen.

Kölner Ehrentheaterpreis

N.N. Theater Neue Volksbühne Köln: „Viele klassische Vorlagen, die sie auf ihre spezielle Art bearbeiten und erzählen: mit hohem tempo – dabei leicht und spielerisch. Die vorherige Reclam-Lektüre wird nicht gebraucht. Die Fallhöhe vom Tragischen zur Komik ist manchmal beängstigend“, lobte Klaus Schweizer, Ehrentheaterpreisträger 2004, seine Nachfolger. Die Truppe ist jetzt um 2.600 Euro reicher, gestiftet von der NetCologne. (js)

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