Sanierung soll sofort beginnen
Kölner Oper warnt vor Bauverzögerung
Angesichts des laufenden Bürgerbegehrens für die Sanierung des Kölner Schauspielhauses meldet sich nun auch die Direktion der Oper zu Wort. Intendant Uwe Eric Laufenberg, Geschäftsführender Direktor Patrick Wasserbauer und Andreas Fischer (Leiter Projektbüro Sanierung / Neubau) erinnern in einem Offenen Brief, über den die "Kölnische Rundschau" in der Samstagausgabe berichtet, an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln daran, dass dem momentan gültigen Entwurf am Offenbachplatz „ein langer demokratischer Prozess“ vorausgegangen ist.Würde man nun nach insgesamt sieben Jahren des Vorlaufs diese Planungsergebnisse aufheben, würde dies bis zum Erreichen des gewünschten Ziels erneut eine mehrjährige Phase von Ausschreibungen, Wettbewerbsvorschlägen und Ratsbeschlüssen notwendig machen.
Die Verfechter des Bürgerbegehrens führen als Argument für die Sanierungsvariante gern die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2003 von Gerling und Arendt ins Feld. Zwei Jahre später aber, so Laufenberg, Wasserbauer und Fischer, seien die Theaterplaner mit einem Zusatzgutachten beauftragt worden. Sie kamen zum Schluss, die Umsetzung der so genannten Vollversion mit Neubau des Schauspiels zu empfehlen, und zwar aus Gründen des Städtebaus, der Betriebssicherheit und Optimierung der Abläufe. Dies führte zum Ratsbeschluss im Juni 2006, der die Vorbereitung des Wettbewerbs zum Inhalt hatte.
„Wir geben zu bedenken: Das im Jahr 1958 eröffnete Opernhaus ist noch nie saniert worden. Es entspricht in keiner Hinsicht mehr den heutigen Sicherheitsbedingungen und dem erforderlichen technischen Standard“, heißt es in dem Offenen Brief. „Das Schauspielhaus war bislang in logistischer Hinsicht immer nur ein Anhang des Opernhauses; das heißt, es verfügt bis zum heutigen Tag über keine eigenen Probebühnen, keine Hinter- oder Seitenbühnen, keine eigenen Lagermöglichkeiten.“ Eine bloße Sanierung des Schauspielhauses würde bedeuten, diesen Stand des Jahres 1960 auf unbegrenzte Zeit festzuschreiben.
Der Neubau hingegen würde keineswegs einen „Abbau der Kunst zugunsten einer bloßen Hülle“ bedeuten, sondern dem Theater neue Möglichkeiten verschaffen. Eine Aufhebung des Ratsbeschlusses von 2009 würde die Bühnen in einen „nicht steuerbaren Ausnahmezustand“ versetzen, für den mindestens weitere zehn Jahre zu veranschlagen wären, warnen die Experten. „Das würde bedeuten: bis mindestens 2020 (!) in Ersatzspielstätten - mit zusätzlich entstehenden Kosten - oder Ende des Spielbetriebs“.
Auch der Personalrat der Bühnen plädiert „glasklar für den Neubau“, so Sprecher Andreas Hupke; „denn selbst mit ausgefuchstesten Sanierungsmaßnahmen lässt sich das alte Haus nicht so theatergerecht umgestalten, wie das im Neubau möglich ist.“ Die Mitarbeiterversammung am 4. Dezember habe in dieser Frage ein einhelliges Meinungsbild ergeben. Hupke: „Schauspiel-Intendantin Karin Beier bekam nach ihrem Plädoyer für die Sanierung keinen Beifall, Opernchef Uwe Eric Laufenberg und ich erhielten für unsere Bekenntnisse zum Neubau tosenden Applaus.“ Hupke, der sich engagiert für die Erhaltung der Riphahn-Oper eingesetzt hatte, sieht das benachbarte Schauspielhaus architektonisch als nachrangig an. Außerdem erinnert er daran, dass der Kölner Ex-Intendant Jürgen Flimm, nun einer der prominenten Unterzeichner des Sanierungsaufrufs, einige Jahre zuvor offenbar ganz anderer Meinung war: „Da hat er nämlich gesagt: ,In diesem Wurmfortsatz kann man kein Theater machen.“
(Erstellt am 29. Januar 2010 - 21:57 Uhr; aktualisiert 29. Januar 2010 - 22:08 Uhr)
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Vorheriger Artikel: TankE - Kölns erste Stromtankstelle
Kommentare
wer warnd hier wen...?Diese
wer warnd hier wen...?Diese Arschlöcher sollen im Keller spielen,da und nicht wo anders gehören diese klpperstörche hin!!
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Ich finde es zum Kotzen. Ist
Ich finde es zum Kotzen.
Ist das denn so schwer zu verstehen??
Erstens: die Stadt hat nach wie vor nicht genug Geld.
Zweitens: Wer allen Ernstes etwas so Nachrangiges, Unerhebliches, Peripheres wie ein neues Opernhaus VOR viel essentielleren Aufgaben wie Straßeninstandsetzung, Kindergartenplätzen etc. stellt, hat echt einen an der Waffel. Es geht hier schließlich nicht um 3 Euro 50, sondern 300 Millionen!
Kultur schön und gut, aber was macht ihr Opernbegeisterten, wenn ihr unterwegs zum tollen neuen Haus euer Auto in ein Schlagloch setzt? ... Irgendwie ist da einigen Leuten im Elfenbeinturm völlig der Kontakt zur Realität und der Sinn für Prioritäten verloren gegangen.
Ich bin auch der Meinung:
Ich bin auch der Meinung: Weg mit dem alten Schauspielhaus, das würde für den Offenbachplatz - neben allen anderen im Artikel genannten Vorteilen - vor allem eine städtebauliche Bereicherung darstellen!









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