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111 Kölner Kneipen

Metronom: Eine Pinte für Jazz-Liebhaber

Im Süden der Altstadt treffen sich im Metronom 18- bis 80-Jährige zwischen unzähligen Schallplatten und Fotos alter Jazz-Musiker. Bei frisch gezapftem Kölsch und Guinness kann man hier LPs aus den letzten hundert Jahren lauschen.

Kaum ein anderes Kölner Lokal erhält auf den einschlägigen Gastroseiten des Internets derart viele Kommentare wie das Metronom, und das liegt zweifellos an seiner Einzigartigkeit. Im Metronom ist es eng, die Einrichtung wirkt altertümlich, und aus den Boxen perlt Jazz. Und dies auch noch ausschließlich mithilfe jener spiralig gerillten Vinylscheiben, die man früher LPs nannte und deren abgegriffene Papprücken hier meterweise die Regale füllen. Weil dies so ist, treffen sich hier sämtliche Altersklassen von achtzehn bis achtzig. Seit mittlerweile über vierzig Jahren.

Denn nachdem bereits 1959 der jazzige "Kintop Saloon" aufgemacht hatte (dort, wo heute das Off Broadway residiert), öffnete das Metronom am 30. November 1968. Damals lag die "Pinte für Jazz-Ohren" noch am Zülpicher Platz. Die Wellen schlugen bekanntlich hoch in jener Zeit, und nicht jeder Gast teilte die Vorliebe für Jazz. Der Kölner Poplyriker Rolf-Dieter Brinkmann beispielsweise flog gemäß eigener Darstellung wegen Pöbeleien raus ("Ich ging hin und sagte, spielt doch mal was anderes als den frustrierten Dreck").

Patina verleiht Atmosphäre


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund und Thilo Schmülgen (Fotos).
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1981 dann zog das Jazzlokal in die Räume der ehemaligen "Kneipe ohne Namen" – ebenfalls ein Laden mit Sinn fürs Politische und Ungewöhnliche. Die Betreiber wechselten – vom gelernten Bäckermeister Friedel Dötsch zum immer freundlichen Amerikaner Chris Bishop, der seine legendäre Plattensammlung hier ab 1992 einbrachte und das Steuer bis 2010 in der Hand behielt.

Die Fotos alter Jazz-Größen an den Wänden blieben hängen, und sie wirken dank der über die Jahrzehnte angesetzten Patina umso atmosphärischer und ausdrucksstärker. Mit anderen Worten: Wer hier sein Galerieplätzchen an der Wand ergattert hat, womöglich mit einem vorzüglich gezapften Guinness vor der Nase, der spürt alsbald den Bebop im Blut.

Adresse Weyerstraße 59 | Tel. 0221/21 34 65 | Öffnungszeiten täglich ab 20 Uhr | ÖPNV Bahn 12, 15, 16, 18 Haltestelle Barbarossaplatz | Sonstiges kleine Speisen

Die Serie auf koeln.de: 111 Kölner Kneipen, die man kennen muss

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Kneipen, die man kennen muss" von Bernd Imgrund (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos), erschienen im Verlag Emons. Dieses Buch jetzt kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

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