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"Wir machen Popmusik"

Kölner Band Neuser hat keine Angst vor Klischees

Neuser – eine Kölner Band, die unabhängig von großen Plattenfirmen ihre Songs auf dem eigenen Label vertreibt. Im Neuser-eigenen „60-Quadratmeter-Kreativraum“ in Köln-Nippes sprach koeln.de-Redakteur Helmut Löwe mit Sänger, Gitarrist und Namensgeber der Band, Henning Neuser. Bei Kaffee und einem Bahlsen „Comtess Choco Chips“-Kuchen äußerte sich Henning zur Musik Neusers, zu musikalischen Vorbildern und zum neuen Album, das im Herbst erscheinen soll. Hier Teil 1 des Interviews:

(Was Henning Neuser über die Musik Neusers, musikalische Vorbilder und das neue Album sagte, lesen Sie im zweiten Teil des Interviews: Der Kölner Musikszene fehlt das "Wir sind Wir")

Was macht ihr in eurem „60-Quadratmeter-Kreativraum“?

Hier entstehen unsere Songs – Philipp Sutter und ich schreiben maßgeblich am neuen Material. Auch für das jüngste Album „Selbstauslöser“ sowie für die EP („Champagner auf die Alleinsamkeit“; d. Red.) haben wir die Songs zusammen geschrieben. Mal der eine etwas mehr, mal der andere. Die Ideen, die wir haben, setzen wir hier um. Wir haben hier Arbeitsplätze, Rechner und Studiomikrofone, so dass man Sachen vorproduzieren kann. Und wenn dann die Songs stehen, kommt die Rhythmusgruppe mit Michael Klaukien (Schlagzeug) und Tim Rashid (Bass) dazu und die Sachen werden verfeinert.

Wer von euch beiden ist verantwortlich für Text, wer für Musik?

Das machen wir gleichberechtigt. Wir sind gut befreundet und arbeiten schon lange zusammen. Mal habe ich eine Textidee, mal hat Philipp eine komplette Keyboardlinie parat. So ist zum Beispiel „Die Welt steht still“ entstanden, unsere aktuelle Single: Philipp hatte dazu ein Playback gebaut, auf dem ich mit Gitarren experimentierte.

Wie bezeichnet ihr euren Musikstil?

Wir machen Popmusik. Geradeheraus, klar und strukturiert arrangiert - und reduziert; wir blähen unseren Sound nicht so auf wie zum Beispiel Peter Gabriel. Einflüsse erhalten wir aus der Indie-Musik, dem Gitarrenpop aus England und Amerika. Von Bloc Party bis Maximo Park reicht die Inspiration. Was die deutschen Texte betrifft: Die Fantastischen Vier sind für mich diejenigen, die die deutsche Sprache in der Musikszene in den vergangenen Jahren sehr geprägt haben. Herbert Grönemeyer ist auch ganz weit vorne mit seinen coolen Bildern.

Euch stört es also nicht, wenn jemand sagt „Neuser ist eine Pop-Band“?

Nein, überhaupt nicht. Wir haben uns in der letzten Zeit zwar Indie-Band genannt, den Begriff allerdings für uns ganz eigen ausgelegt. Nämlich so wie es gedacht ist: unabhängig. Deswegen haben wir ein kleines Label gegründet, Songpark. Somit sind wir eine Indie-Band auf einem Indie-Label – und unabhängig.

Du hattest Bloc Party und Maximo Park erwähnt – sind dies musikalische Vorbilder für Euch? Gibt es überhaupt Vorbilder für Euch?

Jeff Buckley, der strahlte ein unglaubliches Charisma aus, leider schon tot. Bono Vox ist ein Super-Sänger. Und eine Band wie Maximo Park, die schreiben Super-Songs. Auch Radiohead ist eine tolle Band, so ein Song wie „High And Dry“ ist einfach unerreicht. Und „Jump“ von Van Halen – das ist auf jeden Fall ein Jahrhunderthit.

Wovon handeln Eure Texte?

Wir machen Liebeslieder, singen über gesellschaftskritische Themen wie Schnelllebigkeit, Konsumverhalten, einfach über alles, was uns inspiriert und zu dem wir was zu sagen haben. Ich finde es wichtig, dass ein Text gut klingt, dass man ihn gut singen kann, was gerade im Deutschen nicht immer so leicht ist. Und man muss den Mut haben, hässliche Wörter zu benutzen, an denen man sich stößt. Ich finde es ganz wichtig, Songs zu schreiben, an die sich die Leute erinnern.

Singst Du lieber oder spielst Du lieber Gitarre?

Ich singe lieber. Ich singe für mein Leben gern, ich habe Gesang studiert. Zuerst klassischen Gesang in Siegen, danach in Köln an der Musikhochschule Jazzgesang und Pop. Ich habe ein Gesangspädagogikstudium abgeschlossen – jetzt habe ich ein echtes „Jodeldiplom“. Und seit zehn Jahren unterrichte ich Gesang.

Ihr arbeitet gerade an einer neuen Scheibe, die soll im Sommer erscheinen?

Ja, im Sommer oder eher Herbst. Auf der aktuellen EP („Champagner auf die Alleinsamkeit“; d. Red.) sind mit „Down under“ und „Lass uns trinken“ schon Vorboten des neuen Albums. Die sollen von der Richtung her, na ja, ein bisschen vorbereitend wirken.

Wie geht die Arbeit am Album voran?

Es gibt auf jeden Fall bereits Songs, aber wir wollen uns im Moment ein wenig Zeit lassen. Im vergangenen Jahr haben wir ziemlich viel Gas gegeben; zuerst das Album „Selbstauslöser“, die Singleauskopplung, dann die EP. Wir haben jetzt noch einige andere Projekte anstehen. In etwa zwei bis drei Monaten werden wir uns wieder intensiver um das Album kümmern.

Im zweiten Teil des Interviews äußert sich Henning Neuser unter anderem zur Historie der Band, zum eigenen Label und zur Kölner Musikszene. Teil II des Interviews mit Henning Neuser lesen sie im zweiten Teil des Interviews:
Der Kölner Musiskzene fehlt das "Wir sind Wir"

Internet
www.myspace.com/neuser

Onlinespiele

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