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18,60 Euro in der Altstadt

Köln hat die teuersten Mieten in NRW

Von Michael Stürzenhofecker

Düsseldorf (dapd-nrw/ol). Fast ein Viertel ihres Einkommens (23,5 Prozent) geben Mieter in Köln im Durchschnitt für ihre Wohnungsmiete aus. Das ist laut dem am Mittwoch vorgelegten Wohnungsmarktreport NRW der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) landesweit der höchste Wert.

So kostet der Quadratmeter pro Monat in der Domstadt durchschnittlich 8,28 Euro, landesweit sind es 5,76 Euro. In Köln stiegen die Mieten gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent, wobei vor allem die günstigeren Wohnungen verhältnismäßig viel teurer (+8,4 Prozent) wurden. Für den Report hatte das Beratungsunternehmen CB Richard Ellis rund 520.000 Miet- und Kaufangebote in den 864 Postleitzahlenbezirken des Landes ausgewertet.

In der Kölner Altstadt sind demnach die Mietpreise für Luxuswohnungen mit bis zu 18,60 Euro pro Monat und Quadratmeter landesweit am höchsten. Ähnlich hohe Preise werden nur im Stadtteil Oberkassel in Düsseldorf bezahlt. Hier ist auch die "Wohnkostenquote" (Anteil der Miete am Haushaltsbudget) mit 32 Prozent NRW-weit am höchsten. Allein sieben Kölner Bezirke sind in den Top 10 der nordrhein-westfälischen Postleitzahlgebiete mit den höchsten Wohnkostenquoten.Den detaillierten Report für Köln und alle anderen Städte und Kreise des Landes findet man auf den Seiten der LEG.

Mieten blieben insgesamt stabil

Vor allem in wirtschaftlich starken Städten im Rheinland würden hohe Mietpreise verlangt, sagte der Sprecher der LEG-Geschäftsführung, Thomas Hegel. Dort sei noch mit Steigerungen zu rechnen. Gerade die Universitätsstädte Aachen, Bonn und auch Münster holten auf. Anders sieht es im Ruhrgebiet aus: In Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg könnten die Mieten im kommenden Jahr sogar noch sinken. Ähnlich verläuft der Trend in Ostwestfalen.

Insgesamt seien die Mieten in NRW im vergangenen Jahr vergleichsweise stabil geblieben, heißt es in dem Report weiter. Die Preise für teure Immobilien seien dabei leicht gefallen, die für günstigen Wohnraum etwas gestiegen. Das liege auch an der zunehmenden Nachfrage nach Single-Wohnungen. In Köln und Düsseldorf werden bereits rund 50 Prozent der Haushalte von Singles bewohnt.

Laut Report wurde der Kauf von Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr günstiger. Anders verhält es sich bei Mehrfamilienhäusern: Diese seien im abgelaufenen Jahr teurer geworden.

Die Untersuchung der einzelnen Postleitzahlenbezirke ergab zudem, dass sich genaues Hinsehen lohnt. So sind die Mieten im Düsseldorfer Stadtteil Stadtmitte relativ günstig. Und wer von Bochum ins benachbarte Gelsenkirchen umzieht, kann bis zu zwölf Prozent Miete sparen. (Foto: Rolf H. / flickr.com)

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