SmartCity Cologne

Köln bekommt Energiestraße und intelligente Stromzähler

Köln startet mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: Gleich in der ersten Januarwoche wurden richtungsweisende Maßnahmen eingeleitet, die den Klimaschutz in der Domstadt vorantreiben sollen. Mit intelligenten Stromzählern und einer Energiestraße macht Köln erste Schritte Richtung "SmartCity Cologne".

"Das Jahr 2012 steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes", kommentiert Oberbürgermeister Jürgen Roters den Einbau der ersten 30.000 Smart Meter in Kölner Wohnungen. Die digitalen Zähler für Strom, Gas, Wärme und Wasser erfassenden individuellen Verbrauch im 15-Minuten-Takt.

Die Nutzer können die Daten im Internet abrufen und so ihren Verbrauch beobachten. Die RheinEnergie will im nächsten Schritt spezielle Tarife anbieten, die auf den Verbrauch abgepasst werden, also beispielsweise zwischen Tag- und Nachtstrom unterscheiden. Nach einiger Zeit erkennen die Geräte, wann der Strom am günstigsten ist und starten das vorgewählte Programm automatisch. Eine Ersparnis von fünf bis zehn Prozent ist mit der neuen Technik denkbar. 

"Klima-Veedel" mit Energiestraße

Das Konzept der SmartCity Cologne umfasst neben den Smart Metern, von denen vor allem die Haushalte profitieren, auch Sofortmaßnahmen die die Stadt als solches betreffen. So soll als nächstes ein "Klima-Veedel" mit einer Energiestraße geschaffen werden, die mit allen technischen Neuheiten in Sachen Nachhaltigkeit ausgestattet werden soll. Darunter fallen etwa LED-Straßenbeleuchtung oder eine Ladestation für Elektroautos. Wo ein solches Veedel entstehen könnte, ist noch nicht klar.

Kurzfristige Klimaschutzwirkungen verspricht sich die Stadt außerdem von der Optimierung des Energiemanagements bei den Klutureinrichtungen. In Planung ist zudem ein jährlicher Energiebericht, die Erhöhung des Ökostrom-Anteils in städtischen Gebäuden und die Förderung des Fahrradverkehrs. Das "Integrierte Klimaschutzkonzept" lässt der Rat sich 1,36 Millionen Euro kosten.

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