Leitung des Museum Ludwig bis 2012
Kasper König verlängert Vertrag in Köln
Die Stadt Köln kann aufatmen: Am Montagmittag unterschrieb Kasper König den Vertrag, der ihn für zwei weitere Jahre als Leiter des Museum Ludwig verpflichtet. Sein Wunsch, eine eigene Ausstellung zu kuratieren, soll nun Ende 2011 in die Tat umgesetzt werden.
"Es freut mich außerordentlich, dass wir einen der weltweit bekanntesten Museumsleiter für weitere zwei Jahre gewinnen konnten", erklärte Oberbürgermeister Jürgen Roters anlässlich der Vertragsunterzeichnung am Montag. Der gute internationale Ruf des Hauses sei nicht zuletzt König zu verdanken, pflichtet Kulturdezernent Georg Quander ihm bei, es werde sehr schwer werden, einen gebührenden Nachfolger zu finden.
Dass Kasper König nach neun Jahren Leitung des beliebtesten Kölner Museums nicht seinen Hut nimmt und zu einem anderen Museum wechselt, geschieht nicht ganz uneigennützig: Schon lange hegt er den Wunsch, als Kurator eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen.
Keine Infos ohne Finanzierungsplan
Dies ist nun konkret geplant für den Herbst 2011. Welche Künstler und Kunststile dort gezeigt werden, möchte er aber noch nicht verraten: "Ich möchte noch nicht darüber reden, bevor die Finanzierung komplett geregelt ist." Denn aufgrund des relativ überschaubaren Ausstellungsetat ist das Museum Ludwig auf Kooperationen mit anderen Museen und Förderungen von außerhalb angewiesen: 500.000 Euro pro Jahr stammen aus der Ludwig-Stiftung, 250.000 Euro Grundförderung gibt es von der Stadt Köln. Kommen weitere Sponsoren dazu, schlägt die Stadt bis zu einer Obergrenze von 1 Million Euro jeweils die Hälfte des geförderten Betrags obenauf.
Für die nächsten beiden Jahre plant König unter anderem eine Schau mit frühen Werken des Pop-Art Künstlers Claes Oldenburg sowie einer Ausstellung mit frühen grafischen Werken Andy Warhols über die Gemälde Edward Munchs. (js)
(Erstellt am 22. März 2010 - 16:26 Uhr; aktualisiert 23. März 2010 - 11:14 Uhr)
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