Streit um Exkommunikation
Kardinal Meisner verteidigt Papst Benedikt XIV.
Im Streit um die in die Kritik geratene Entscheidung des Papstes, die Exkommunikation von vier Traditionalisten der Piusbruderschaft aufzuheben, hat sich nun auch der Kölner Kardinal Meisner geäußert. Der Erzbischof verteidigte das Vorgehen des Oberhauptes der katholischen Kirche in der "Kirchenzeitung".
"Der Papst wollte durch einen großen Barmherzigkeitsschritt den vier Bischöfen entgegengehen" - so rechtfertigt Kardinal Joachim Meisner das Vorgehen des Papstes im Streit um die Exkommunikation von vier Anhängern der Piusbruderschaft.
Das Kirchenoberhaupt hatte die vorher exkommunizierten Traditionalisten wieder in die katholische Kirche eingegliedert, darunter auch den britischen Bischof Richard Williamson, der wiederholt den Holocaust in aller Öffentlichkeit geleugnet hatte.
In der aktuellen Ausgabe der "Kirchenzeitung" nennt der Kölner Erzbischof die Aussagen Williamsons zwar "dumm und indiskutabel", verteidigt jedoch die grundsätzliche Entscheidung des Papstes, den Bischof zum Zwecke der Wahrung der Einheit zurück in die katholischen Kirche zu holen. Schließlich sei es die wichtigste Aufgabe des Papstes, für die Einheit der Kirche zu sorgen, sagte Meisner dem Kölner Stadt-Anzeiger. Die Aufhebung der Exkommunikation solle als "Vorschuss an Barmherzigkeit" die vier Exkommunizierten dazu bewegen, wieder in die volle Gemeinschaft der Kirche zurückzukehren.
(Erstellt am 3. Februar 2009 - 11:12 Uhr; aktualisiert 3. Februar 2009 - 14:09 Uhr)
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