Prozess gegen Russen-Mafia
Justizzentrum wird zur Hochsicherheitszone
Das Kölner Justizzentrum an der Luxemburger Straße wird für die nächsten sieben Monate zur Hochsicherheitszone. Für den Prozess gegen das gefährlichste Verbrechersyndikat der Welt wird ein bisher nicht gekanntes Polizeiaufgebot bereitstehen - und im unmittelbar angrenzenden Bereich für Verkehrsbehinderungen sorgen.
Der "Kölner Stadt-Anzeiger" bezeichnete die Verbrechergruppe als das "gefährlichste Verbrechersyndikat der Welt". Der Prozess soll aufgrund der Gefährlichkeit der Angeklagten von Sondereinheiten der Polizei gesichert werden. Justizkreise schließen laut dem Magazin "Focus" sogar Befreiungsversuche nicht aus. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen der Polizei. Pressesprecher Christoph Gilles: "Es muss im direkten Umfeld des Justizzentrums mit Kontrollen und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden". Welche Straßen betroffen sind und in welchem Umfang die Kontrollen stattfinden, wollten die Behörden aus Sicherheitsgründen allerdings nicht mitteilen.
Ein Teil der erpressten Schutzgelder ging laut «Focus» offenbar an tschetschenische Rebellen. Bei den Ermittlungen gegen die Bande hatten Polizei und Verfassungsschutz dem Nachrichtenmagazin zufolge vier V-Männer eingeschleust, deren Leben jetzt in Gefahr ist. Die Clique umfasst insgesamt 50 Tatverdächtige. 96 Telefone wurden drei Jahre lang abgehört. Die Bande gehört nach Angaben des Nachrichtenmagazins zu der kriminellen russischen Bruderschaft «Diebe im Gesetz», die einst in Stalins Arbeitslagern gegründet wurde. (ddp, fr)
(Erstellt am 16. März 2009 - 11:22 Uhr; aktualisiert 16. März 2009 - 15:40 Uhr)
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