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„Mut zum Verzicht“ erläutert Ziele

Initiative präsentiert neue Pläne für Archäologische Zone

Sie wollen die Politik nicht ersetzen. Sie wollen nicht Soziales gegen Kultur ausspielen. Was der Appell „Mut zum Verzicht“ will, ist eine Denkpause. Eine Pause, in der die Stadt den laufenden Bau von Großprojekten stoppt und in der nachgedacht werden kann: Was brauchen wir tatsächlich? Was kann verschoben werden? Wo gibt es billigere Alternativen?

Ins Leben gerufen haben den Appell Hotelier Werner Peters, Karl Hein Pütz („Arsch huh“) und Frank Deja, der auch schon die Initiative „Köln kann auch anders“ mit ins Leben gerufen hat. „Angesichts der Haushaltslage halten wir es für unverantwortlich, solche Prestigeobjekte zu verfolgen“, erklärte Deja. Insbesondere geht es dabei um den Neubau des Stadtarchivs, Rheinboulevard, Godorfer Hafen, die Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums und die Archäologische Zone mit einem Jüdischen Museum.

Ihr Appell wurde seit dem 10. Januar schon von über 2.200 Kölnerinnen und Kölnern unterschrieben. In der Lokalpresse führte er zu heftigen Leserbrief-Diskussionen. Dabei sei es nicht immer sachlich zugegangen, so Deja. Deshalb entschloss man sich am Donnerstag, zu einigen Vorwürfen Stellung zu nehmen.

„Wir haben nichts gegen Kultur“, stelle Pütz klar. „Aber im Museum für Angewandte Kunst regnet es durch. Wie kann man ein neues Museum bauen, wenn kein Geld für den Erhalt der alten da ist?“ Er bekannte sich aber auch dazu, dass die Kinder finanzschwacher Eltern kostenlose Mittagessen in der Schule bekommen müssten. „Das ist eine Frage der Moral, und das muss diskutiert werden.“

Im Mittelpunkt der Kritik steht aber die Archäologische Zone. Beanstandet wird unter anderem, dass vom urprünglichen Plan eines lebendigen und der Kommunikation dienenden „Jüdischen Hauses“ nichts mehr übrig geblieben sei. Beanstandet werden die Kostensteigerung von 3 auf 38 Millionen Euro und die Beauftragung einer Werbeagentur, die für 780.000 Euro das Projekt bei Wikipedia schönschrieb. Vor allem aber bezweifeln sie die archäologischen Erkenntnisse, die Grabungsleiter Sven Schütte immer wieder verkündet.

Teilnehmer der kleinen Pressekonferenz war auch Architekt Peter Busmann. Er war verantwortlich für den Bau von Philharmonie und Museum Ludwig – „das einzige mir bekannte Großprojekt, bei dem Kosten- und Zeitrahmen eingehalten wurde“. Zum Schluss zog der Architekt eine Überraschung aus der Tasche: einen Plan für die Gestaltung der Archäologischen Zone.

„Warum ein Museum zur Erinnerung an das jüdische Leben in Köln, warum nicht einen Platz der Erinnerung?“, sagte er. Er plädierte dafür, das Museum im ehemaligen Ratskeller unterzubringen, wo auch der Eingang in die unterirdische Zone geplant ist. Der Rathausplatz soll danach frei bleiben. Über der freigelegten Synagoge stellt er sich einen Glasbau vor, der einen Blick in die Ausgrabungen erlaubt. Gleiches soll gegenüber dem Wallraf-Richartz-Museum und entlang Unter Goldschmied errichtet werden.

Werner Peters zeigte sich optimistisch, dass sich die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung den Argumenten des Appells nicht entziehen werden. Ein Bürgerentscheid wie gegen den Abriss des Schauspiels ist jedenfalls nicht geplant. Vorerst nicht. (js)

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