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Auswärts bei Union Berlin

Stanislawski streicht Chihi aus dem FC-Kader

Ganz Köln wartet auf die Erlösung. Bei Union Berlin nimmt der FC am Freitag den nächsten Anlauf um endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Dabei verzichtet Holger Stanislawski überraschend auf Offensivspieler Adil Chihi. Als Grund nannte der Geißbock-Coach „schlechte Trainingseindrücke“.

Von Cora Finner

Im koeln.de-Liveticker: Union Berlin - 1. FC Köln und alle anderen Spiele

Beim 0:0 gegen St. Pauli stand Adil Chihi noch in der Startelf, jetzt ist er nicht mal mehr im Kader. Wegen „schlechter Trainingseindrücke“ hat FC-Trainer Holger Stanislawski den Offensiv-Akteur für das Auswärtsspiel bei Union Berlin am Freitag (18.00 Uhr) kurzerhand aus dem Kader gestrichen. „Die anderen waren einfach besser“, lautete die nüchterne Begründung des Hamburgers. 

Chihis Schicksal teilen die beiden Stürmer Mikael Ishak und Chong Tese. Auch sie werden die Reise nach Berlin nicht mit antreten. Und so ruhen die Hoffnungen in der Offensive wie schon gegen die Kiezkicker vor allem auf Anthony Ujah und Sascha Bigalke. „Sie waren eifrig, durchsetzungsfähig und haben viele Dinge probiert“, lobte Stani die beiden Neuen. Nur das erlösende Tor wollte auch ihnen nicht gelingen. 

Noch kein Treffer in dieser Zweitliga-Saison aus dem Spiel heraus – trotz allem Einsatz, trotz vieler Chancen. „Wir hatten in den ersten fünf Spielen etwa 100 Torschüsse“, sagte der Trainer schon leicht verzweifelt. Allein gegen die Hamburger waren es 22. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass St. Pauli schon mal so viele Torschüsse gegen sich hatte – das gab es selbst in der 1. Liga nicht“, so der Coach. Doch was hilft das schon, wenn keiner davon reingeht. Ans Aufgeben denkt Stanislawski aber noch lange nicht. „Wir müssen einfach weitermachen, dann wird die Kugel auch irgendwann reingehen“, bleibt der 42-Jährige optimistisch. Was soll er auch anderes sagen. 

Union zu Hause noch ohne Punkt 

Vielleicht klappt es ja schon morgen gegen Union. Denn auch die „Eisernen“ stehen nach nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen mit dem Rücken zur Wand – und in der Tabelle einen Platz hinter dem FC auf Rang 17. Unterschätzen dürfe man die Berliner jedoch nicht. „Das ist eine Mannschaft, die sehr intensiv und körperbetont Fußball spielt“, warnte Stani. „Da müssen wir dagegen halten.“ Außerdem lobte er noch die „tolle Fußball-Atmosphäre“ in der Alten Försterei. Geholfen hat sie Union Berlin bislang jedoch nicht: Beide Heimspiele in dieser Saison gingen verloren. 

Wann also, wenn nicht am Freitag soll der Tor-Knoten beim 1. FC Köln endlich platzen? Unter Druck setzen will der Trainer sein Team aber nicht. „Ich weiß, dass wir schon ganz viele Punkte haben liegen lassen. Aber ich weiß auch, dass wir bislang in jedem Spiel guten Fußball gespielt haben. Irgendwann werden wir dafür belohnt.“ Und mit irgendwann meint Stanislawski morgen Abend: „Klar glaube ich an unseren ersten Dreier. Ich bin immer Optimist, habe immer den Kopf oben. Ich bin sicher, dass das morgen richtig viel Spaß machen wird.“ Ganz Köln drückt dem Coach die Daumen.

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(Erstellt am 20. September 2012 - 15:33 Uhr; aktualisiert 24. September 2012 - 12:24 Uhr)


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Kommentare

Nächstes Jahr jährt sich

Nächstes Jahr jährt sich der Tag (April 1963), als ich als "kleine kölsche Jung" das erste Mal für den FC in der Jugend spielen durfte. Seit dem eitpunkt habe ich den Verein auch geliebt und bewundert. Also könnte man sagen, wir hätten gemeinsam goldene Hochzeit. Wenn man diese Ära mit dem heutigen Zustand vergleicht stelle ich doch fest, es muss sich hier um einen anderen Verein handeln. Es gab damals noch Verteidiger, die mehr Tore in einem Spiel schossen, als heutzutage Stürmer in der ganzen Saison. Woran mag es liegen ? Klar, damals verdienten die Spieler nur einen Bruchteil von dem was heute gezahlt wird. Da galt die Regel: 20% Kohle - 80% Ehre und Spielfreude. Und wenn ein Spieler in "Pension" ging, gab es einen Lottoladen oder eine Tankstelle als Rente. Heute ist es umgedreht, mindestens. Nach der aktiven Laufbahn wollen und brauchen diese Pseudosportler ja nix mehr zu tun. Bei mir ist von Bewunderung keine Spur mehr vorhanden, nur noch ein kleiner Funken Liebe. Und wenn der nicht bis zum nächsten Jahr wieder vom FC zum brennen gebracht wird, werde ich mich scheiden lassen müssen. So passiert´s ja auch im wahren Leben wenn die Liebe nur einseitig ist. Mit dem FC ist es wie Griechenland, es ist noch kein Spezialist am Horizont zu entdecken der was ändern kann. Diejenigen die da sind und das Sagen haben, beweisen uns immer wieder auf´s neue, das sie es einfach nicht können und vor allen Dingen von Herzen nicht wollen. Wenn es nicht so traurig wäre würde ich Peter Zwegat (Raus aus den Schulden) und Detlev D. Sost (Popstars-Motivator) verpflichten. Und das meine ich ehrlich.

Genau richtig. Dieser Chihi

Genau richtig. Dieser Chihi hat bei mir schon seit längerem verspielt. Spätestens als er vor dem Anpfiff gegen St. Pauli dem eigenen Mitspieler (Bigalke) den Handschlag verweigert hat, musste doch jeder im Verein erkennen welch "schwachen" Charakter dieser Mann hat.

Hoffentlich wird er diesmal dauerhaft aussortiert!

Dieser Vorgang wirft ein

Dieser Vorgang wirft ein Schlaglicht auf einige Gründe für den Abstieg. Die damalige Vereinsführung war so unfähig, dass sie dachte, mit solchen Spielern in der ersten Liga bestehen zu können. Und die neue Laienspielschar an der Spitze ist nicht besser.

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